Interview: Leadership on all Levels

Am 26. Mai gibt es etwas Großes: Im Remote Open Space beschäftigt sich die Agile Usergroup Unterfranken (nicht nur) mit Agilisten aus ganz Deutschland mit dem Thema „Leadership on all levels – Führung in hochdynamischen Zeiten“. Doch was genau ist aktuell anders, und was können wir aus den letzten Monaten lernen?

Wir haben mit Maris und Björn, den beiden Organisatoren, gesprochen, um ein paar Geheimnisse zu lüften. Viel Spaß beim Entdecken – und wir hoffen, dass ihr euch am Dienstag ebenfalls mit euren Erfahrungen einbringen werdet.

Infos und Anmeldung zum Open Space

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Authentizität in der Führung

Als ich mich das erste Mal als Führungskraft bewarb, musste ich durch ein Assessment. Ein Teil davon war auch ein Mitarbeitergespräch … so etwas hatte ich noch nie geführt. Also nahm ich mir Lektüre vor, um mich vorzubereiten. Darin stand etwas davon, immer mit etwas Positivem zu beginnen – Wertschätzung öffnet die Tür. Und so legte ich mir auch etwas vermeintlich Kluges für den Anfang zurecht, mit dem ich startete. Wie ging das wohl aus? Nun, ich habe aus nachvollziehbaren Gründen nicht bestanden …

Ganz einfach deshalb, weil ich nicht echt war. Ich habe mir Dinge aus dem Lehrbuch genommen, die auf dem Papier gut klangen. Die andere Leute empfohlen haben. Das sind aber nur Techniken, die ohne einen bestimmten Hintergrund nicht funktionieren: Sie brauchen Authentizität.

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Good Morning, Sunshines

Homeoffice. In der dritten Woche. Ich weiß nicht so recht, wie es euch geht, aber mir macht das aus verschiedenen Gründen zu schaffen. Klar, wir sind ein IT-Unternehmen und hatten recht wenige Probleme, uns so einzurichten, dass wir auch remote hervorragend funktionieren. Dennoch fehlen mir die Nasen. An der Kaffeemaschine, in den Meeting- und Teamräumen, beim Rauchen oder beim Bier Abends auf der Dachterrasse.

Wir tun viel für den Austausch, um miteinander in Kontakt zu bleiben. Einiges – wie beispielsweise den #stayhappy-Call von Natalie – haben wir euch bereits vorgestellt, anderes bereiten wir gerade vor. Doch eine Sache, die mich persönlich jeden Morgen lächeln lässt, haben wir bisher verschwiegen.

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FITC Amsterdam

Katrin and Steffen were attending FITC Amsterdam this year. A conference about „Design. Technology. Cool Shit.“. At least this is what the FITC website says. And it was absolutely correct: The two conference days were packed with speakers covering many different aspects of what can be done with the current state of technology regarding different types of media. But more important than technology throughout all talks was the role that humans play in the processes of creation and perception.

But how was this conference valuable for two unicorns working at Mayflower?

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Meine Reise auf der Mayflower

Am sechsten September des Jahres 1620 (nach gregorianischem Kalender) stach das Segelschiff „Mayflower“ mit den Pilgervätern unter englischer Flagge in See. Ziel war es, von Plymouth aus Virginia zu erreichen; stattdessen lief man vor der Küste Cape Cods auf. Die Überfahrt war mit vielen Entbehrungen und Schicksalsschlägen verbunden. Dennoch gilt gerade jene Schiffsreise als das Exempel europäischer Besiedlung des amerikanischen Raums schlechthin.

Fast 400 Jahre später treffe ich die sagenumwobene Fleute aus meinem Englisch-Lehrbuch der Mittelstufe wieder: Ich studiere BA Informatik Game Engineering an der Hochschule Kempten und darf im Rahmen des Praxis-Semesters ein Praktikum bei einer Softwareentwickler-Firma absolvieren. Auf lange Suche nach einer Anstellung im Bereich Game Development und einem herben Rückschlag auf einem sehr obskuren Kahn folgt plötzlich die große Chance für mich …

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Vom Symfony CMF und Open Source im Allgemeinen

Unser Max ist Core Contributor beim Symfony CMF. Das Content Management Framework bietet Entwicklern die Möglichkeit, sich einzelne Bestandteile eines CMS herauszupicken, ohne ein komplettes Content-Management-System installieren zu müssen.

In dieser einfachen Aussage stecken gleich zwei spannende Themen. Zum einen natürlich das CMF selbst, zum anderen die Frage nach dem Einsatz von Open Source in kommerziellen Projekten einzelner Unternehmen.

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Deadline gefährdet! Was nun?

Einige (vielleicht sogar die meisten) kennen den Moment: Alles wurde perfekt durchgeplant, der Zieltermin rückt näher, und kurz vor Ablauf der Zeit stellt sich heraus, der Termin kann nicht eingehalten werden. Also muss die Information an die Stakeholder überbracht werden. Nur, welche Vorgehensweise ist die beste? Durch meine Erfahrungen habe ich für mich eine gute Möglichkeit gefunden.

Meine persönliche Checkliste für den Notfall

Vorweg: Es gibt nicht die perfekte Lösung. Zum einen ist es abhängig davon, ob von einem kleinen Feature gesprochen wird oder ob es ein großes Projekt betrifft. Hierbei sollte allerdings beachtet werden, dass auch „Kleinigkeiten“ zu großen Schmerzen führen können, wenn sie nicht wie geplant umgesetzt werden können.

Was bei mir bisher gut funktioniert hat: Weiterlesen

Wie Meetups, Barcamps und Konferenzen meine Arbeit erleichtern

Es gab so viele Ausreden für mich, nicht an Meetups und Barcamps teilzunehmen: „Ich habe zu viel auf meinem Schreibtisch“, „Das Thema kenne ich schon“, „Dazu habe ich zu wenig Vorabinfos“, „Ich arbeite lieber“ und „Das müsste jetzt dringend fertig werden, ich erledige das  lieber heute und geh nicht dahin“ sind nur Teile des Möglichen. Das waren aber meine Lieblingsausreden, falls wieder jemand in der Tür stand und ich zum Zeitpunkt der Veranstaltung tatsächlich Zeit hatte. Noch dazu war ich ja noch ganz frisch Product Owner und konnte einige Vorteile genießen: Meine Kollegen und vor allem meine Mentorin standen mir immer mit Rat und Tat zur Seite. Warum sich also plötzlich mit den Herausforderungen anderer beschäftigen? Weiterlesen

Slacktime: Anti-Pattern App

Slacktime. Im Rahmen dieses Konzepts sind wir bei Mayflower alle zwei Wochen für einen Tag von unseren Projekten freigestellt. Zeit, die wir dafür nutzen, uns (uns selbst, uns als Team, uns als Firma) mit Experimenten, eigenen Projekten oder der Vorbereitung auf Workshops und Konferenzvorträge weiterzuentwickeln. Intern nennen wir den Tag bei uns Mayday, aber wichtig ist eigentlich nur, dass wir die Freiheit haben — nun, uns die Freiheit zu nehmen.

Mein aktuelles Projekt ist eine kleine App für den Umgang mit Agile Anti-Patterns. Die haben meine Scrum-Master-Kollegen über die Zeit hinweg im internen Wiki gesammelt; Anfang Februar habe ich die Anti-Patterns testweise als Kartenstapel drucken lassen (übrigens auch im Rahmen eines Slacktime-Projekts — ich selbst finde unsere Slacktime wunderbar, um für mein Bauchgefühl „solche Karten dürften super in Kundenteams ankommen, die gerade neu in agile Prozesse hineinkommen möchten“ über Experimente zu belastbaren Erfahrungswerten zu kommen).

Nun gut, agile Anti-Patterns im Wiki, Spielkarten für Kundenteams und zuletzt positives Feedback („Die reißen die uns aus den Händen, kann ich noch welche mitnehmen?“) — was kann ich noch aus den Anti-Patterns machen? Eigentlich wollte ich ja immer schonmal eine App entwickeln …

MAPA — Die Mayflower Anti-Pattern App

Leider (oder vielleicht zum Glück, kommt ganz darauf an, wen Ihr fragt) bin ich kein Softwareentwickler. Was kann jemand wie ich also tun, um zu einer App zu kommen?

Zum Glück muss ich ja nicht alles allein stemmen und zum Glück ist die Slacktime auch dazu da, Ideen im Team/in der Firma zu pitchen.

MAPA - Main Screen

Ich habe zunächst mit etwas Doku angefangen, um ein Bild der Idee zu bekommen, das ich später mit meinen Kollegen diskutieren konnte. Für mich selbst habe ich mir meinen Elevator Pitch notiert und anschließen einen kleinen Klick-Dummy gebastelt. Der wirft noch ein paar Bedienkonzepte durcheinander (mir lag zunächst Windows Phone als Zielplattform am Herzen, die Kollegen wollten aber lieber iOS und aktuell vielleicht doch besser Android, aber das ist eine andere Geschichte …). Immerhin — ich kann zeigen, welche Funktionen ich wie in welcher Bildsprache verpackt haben möchte und ich sehe, ob sich die Theorie auch als App noch so anfühlt, wie gedacht. Eine erste wichtige Grundlage für die weitere Planung. Und eine Gelegenheit, sich schon vor Beginn der Entwicklung Feedback aus dem Kollegenkreis zu holen. Das Open Device Lab nutzen wir dann später für den Feinschliff …

Elevator Pitch für Scrum Master

Die nächste Scrum-Aktivität (Meeting) steht vor der Tür. Klar, wie Scrum geht, weißt Du. Aber wie schnell führt eine vermeintlich gute Absicht als Anti-Pattern langfristig zu unangenehmen Konsequenzen? Mit MAPA, der Mayflower Anti-Pattern App, kannst Du Dir gezielt typische Anti-Pattern aus Grooming/Refinement, Planning, Daily, oder auch der Retrospektive analysieren – und Dich so optimal auf das nächste Meeting vorbereiten.

Als besonderes Highlight trackt MAPA jedes von Dir bemerkte Anti-Pattern mit. Über die Zeit erkennst Du so, über welche Aktivität Du mit Deinem Team noch einmal sprechen solltest. Und kannst so Euer Scrum-Know-how nach und nach perfektionieren.

Elevator Pitch für das Team

Siehe den Pitch für den Scrum Master. Nur eben, dass die App Euch hilft, Fettnäpfchen auch dann zu vermeiden, wenn der Scrum Master einmal verhindert ist.

So geht es jetzt weiter

Inzwischen haben sich die ersten drei Kollegen gefunden, die die App softwareseitig weiter unterstützen möchten. Windows Phone ist mangels Begeisterung (leider) erst einmal vom Tisch, wir konzentrieren uns aktuell auf Android; später vielleicht eine Version für iOS. Das ist aber gar nicht schlimm, im echten Leben wär es sicher nicht anders — Du entwickelst halt für die Plattform, die Deine Anwender bevorzugen.

Für mich selbst steht dabei zwar MAPA im Vordergrund, meine Kollegen schätzen das Slacktime-Projekt, weil sie sich näher mit Android und iOS auseinandersetzen können. Selbst, wenn die App an sich nur sehr einfache Konzepte verlangt — das Setup für mobile Apps so zu perfektionieren, dass es für künftige Projekte wiederverwertbar ist oder vielleicht zu den Continuous-Deployment-Prozessen unserer Kundenprojekte kompatibel ist, dürfte ein wichtiges Learning sein. Das in einer Slacktime mit abzufrühstücken, ist doch nett. Ich bin jedenfalls schon sehr gespannt, wie sich die App am Ende anfühlen wird.