Agile Missverständnisse: Der neue agile Manager

Selbstorganisation entsteht nicht von alleine, sie braucht Ziele, Kompetenzen, Kooperationsmuster und Methoden. Jeder agile Coach weiß das und viele haben die Erfahrung gemacht, dass man diese Dinge nicht voraussetzen darf, sondern die Umgebung dafür bereitstellen muss.

Weil das Team das ganz offensichtlich nicht von sich aus kann – denn dann wäre es ja bereits selbstorganisiert – muss das woanders herkommen. Aber was mache ich jetzt als agiler Coach? Die Kollegen überreden? Mühsam, und ich kann mich nicht darauf verlassen, dass sie es dann tatsächlich machen. Workshops? Zertifikate? Offizielle Firmenstrategien? Management-Statements?

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Agile Missverständnisse: Agile Coach Tribalism

Wenn der Agile Coach nur ein Team hat um dessen Wohl er sich kümmern soll, dann hat er Glück. Es gibt einen klaren Fokus, man kann sich kümmern, man kann für „sein Team“ sorgen und es gedeihen lassen. Eigentlich das perfekte Setup, mit dem man den größten Benefit realisieren kann.

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Intime Eingriffe in Teams und Schätzprozesse mit Story Points

Dieser Blogpost ist ein Erfahrungsbericht aus einem Softwareprojekt. Es wird die Umstellung des Vorgehens bei Schätzungen mit Story Points im Backlog-Refinement beschrieben. Wer wenig Zeit hat und eigentlich nur ein Management-Summary haben möchte, sollte einen einen Blick auf die Zusammenfassung am Ende des Posts werfen. Für alle Anderen beginnen wir jetzt mit dem ersten Teil und der Problem­beschreibung als Auslöser der Umstellung.

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Product Owner Anti-Pattern – was ist das?

Viele, vor allem neue, Product Owner konzentrieren sich auf die Umsetzung und Prozesse in einem agilen Projekt – dabei spüren sie jedoch häufig Unstimmigkeiten. Wir haben in den vergangenen Jahren ähnliche Erfahrungen gesammelt. Deshalb haben wir – die Runde der Agilen Coaches bei Mayflower – das zum Anlass genommen, uns konkret darüber Gedanken zu machen und zu identifizieren, warum Projekte nicht reibungslos laufen und wie das verbessert werden kann. Daraus, und aus den vielen Gesprächen und dem Feedback anderer Product Owner, sind uns die essenziellen Merkmale der Rolle Product Owner aufgefallen.

Wir haben daraus 30 Product Owner Anti-Pattern abgeleitet, die wir im Rahmen einer Artikelserie vorstellen werden (und die als Product Owner Anti-Pattern Kartenset kostenlos bei uns bestellt werden können). Die Beiträge sollen dabei helfen, das Verständnis der Rolle des Product Owners zu schärfen.
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Retrospektive – The Hero’s Journey

 

A hero ventures forth from the world of common day into a region of supernatural wonder: fabulous forces are there encountered and a decisive victory is won: the hero comes back from this mysterious adventure with the power to bestow boons on his fellow man.
– „A hero with a Thousand Faces“ (Joseph Campell)

Als Team bestreiten wir jeden Tag spannende und herausfordernde Abenteuer und Projekte. Um stetig aus den Abenteuern, die wir schon überstanden haben, zu lernen, reflektieren wir sie in Retrospektiven. Was würde sich besser anbieten als das Motiv der Heldenreise zu verwenden, um die vergangenen Herausforderungen zu reflektieren und Aktionen und Learnings abzuleiten?

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Survey: Wie viel Kooperation haben wir denn gerade?

Warum arbeiten wir agil in Teams, warum vermeiden wir Truck-Faktor, warum wollen wir Tπ oder Paint-Drip-Shaped People haben?

Wir hoffen, dass wir von der Kooperation profitieren, dass wir keine Engpässe durch Einzelkompetenzen erzeugen und jede Aufgabe – ihrer Priorität angemessen – schnell umsetzen können.

Spannend wird das Ganze, wenn wir in ein verteiltes Setup gehen, wie es meine Kollegen Martin Ruprecht und Jens Broos in ihren Talks und Workshops besprechen.
Die Schwelle zu Kooperation ist höher, wenn ich erst die Video-Konferenz oder das Remote-Pair-Programming-Werkzeug der Wahl aktivieren muss.

Wir würden deshalb gerne von Euch wissen: Wie oft braucht ihr denn tatsächlich Kooperation, das heißt, die Zusammenarbeit und Kommunikation zwischen Kollegen?

Wie viele Aufgaben kann jeder erledigen, wie viele brauchen Kooperation oder Wissenstransfer? Welche Abhängigkeitsstrecken haben wir, wo kann ich mit mehreren Kollegen an den Tasks der gleichen Story parallel arbeiten?

Ihr findet unsere Umfrage unter https://www.surveymonkey.de/r/3TX3LSY.

Es wäre nett, wenn ihr sie auch ausfüllt – die Ergebnisse stellen wir dann hier vor.

So bringt ihr ein Projekt zum Scheitern

Wir alle kennen das: Projekte laufen wie geschmiert, es gibt wenig bis nichts zu bemängeln. Der Auftraggeber ist glücklich, die Stakeholder haben genau das bekommen, was sie wollten, und das alles in Rekordzeit und ohne das Team zu verbrennen. Und wieder haben wir ein Projekt erfolgreich abgeschlossen. Check.

Aber mal unter uns: Das ist doch ziemlich langweilig, oder?
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Agile Missverständnisse: Von Helden und Eiern

„Wir machen uns um Onkel Henry furchtbare Sorgen. Er denkt, er sei ein Huhn.“
„Na, warum schicken Sie ihn denn nicht zum Arzt?“
„Naja, das würden wir ja. Aber wir brauchen die Eier.“
— Douglas Adams: Der lange dunkle Fünfuhrtee der Seele: Dirk Gently’s Holistische Detektei

Agile Methoden setzen auf das Team, nicht auf die Individuen. Alles soll das Team entscheiden, alles soll das Team gemeinsam machen. Von Pair über Mob Programming, die meisten Dinge lasten auf mehr als einem paar Schultern. Als Metapher hat man sogar den Bus-Faktor gefunden: Wie viele Leute aus dem Team muss ich mit dem Bus überfahren, bis die Software nicht mehr weiterentwickelt werden kann?

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Agile Missverständnisse: Was Selbstorganisation nicht ändern darf

Wirklich agil bedeutet doch auch, dass man alles ändern kann. Da ist auch Scrum schon zu dogmatisch, deshalb haben wir das abgeschafft und sind auf Kanban gewechselt. Wir releasen ohnehin die ganze Zeit, da ergeben die Iterationen keinen Sinn. Einen Product Owner haben wir ebenfalls nicht, das hat für uns irgendwie nicht gepasst. Scrum Master sind bei uns jetzt agile Coaches, aber davon brauchen wir auch nicht für jedes Team einen, wir haben jetzt praktisch für alle drei Teams einen.

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Agile Missverständnisse: Architektur entsteht emergent

Schon das agile Manifest hat eine klare Ansicht darüber, wo und wann Architektur entstehen sollte:

The best architectures, requirements, and designs emerge from self-organizing teams.

Also ist die Sache doch klar: Das Team entscheidet selbst über die Architektur, und die alten Mächte, die aus den Enterprise Architecture Boards die richtige Architektur aus der Ferne finden wollten, sind bezwungen. Endlich kann man selbst Hand anlegen und Architektur passiert dann, wenn sie gebraucht wird.
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