Meine Reise auf der Mayflower

Am sechsten September des Jahres 1620 (nach gregorianischem Kalender) stach das Segelschiff „Mayflower“ mit den Pilgervätern unter englischer Flagge in See. Ziel war es, von Plymouth aus Virginia zu erreichen; stattdessen lief man vor der Küste Cape Cods auf. Die Überfahrt war mit vielen Entbehrungen und Schicksalsschlägen verbunden. Dennoch gilt gerade jene Schiffsreise als das Exempel europäischer Besiedlung des amerikanischen Raums schlechthin.

Fast 400 Jahre später treffe ich die sagenumwobene Fleute aus meinem Englisch-Lehrbuch der Mittelstufe wieder: Ich studiere BA Informatik Game Engineering an der Hochschule Kempten und darf im Rahmen des Praxis-Semesters ein Praktikum bei einer Softwareentwickler-Firma absolvieren. Auf lange Suche nach einer Anstellung im Bereich Game Development und einem herben Rückschlag auf einem sehr obskuren Kahn folgt plötzlich die große Chance für mich …

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Open Mayday bei Mayflower – jetzt seid ihr am Zug!

Vor über sieben Jahren entschlossen wir uns, unser gesamtes (virtuelles) Weiterbildungsbudget in einen frei verfügbaren Tag zu legen, der noch dazu alle zwei Wochen stattfindet. Dieser Slackday wurde Mayday getauft und findet über die Jahre hinweg regelmäßig jeden zweiten Freitag statt.

Unser Ziel ist es, dass unsere Crew eigenverantwortlich und selbstbestimmt an diesem Tag das macht, was für die Organisation am Besten ist. Das geht von der Beschäftigung mit neuen Technologien über die Weiterentwicklung der Organisation bis hin zum Erlernen der Basics. Das Wissen, das wir intern bereits haben (oder erst aufbauen) wird so an den Rest der Crew verteilt.

So funktionieren wir bei Mayflower, doch aktuell beschäftigt uns eine ganz andere Frage: Warum sollen wir das eigentlich nur für uns machen? Warum sollt nicht auch ihr davon profitieren?

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Agile Missverständnisse: Output vs. Outcome

Zwei Begriffe, die von Nicht-Muttersprachlern gerne verwechselt werden, sind „Output“ und „Outcome“. Output bedeutet übersetzt „Ausgabe“, während Outcome „Ergebnis“ bedeutet – was bereits den gravierenden Unterschied verdeutlicht.

Ein Ergebnis enthält ein Bewertungsmerkmal, ein Gütekriterium, während Ausgabe lediglich zahlenmäßig ausdrückt, was geschafft wurde. Man kann das Outcome auch als Bewertung des Outputs betrachten.

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7 Tipps, mit denen du deine Codequalität verbesserst

Welcher Entwickler kennt es nicht: Dein Chef möchte eine Änderung an einem bestehenden Programm – am liebsten gestern – und im Quellcode findet sich ein unverständlicher Haufen Code, teilweise Jahre alt, mit seitenlangen, auskommentierten Funktionen. Darüber Kommentare, die einerseits unverständlich formuliert wurden, andererseits nicht mehr im Mindesten zu dem Wust darunter passen. Garniert wird das Ganze mit der einen oder anderen To-do-Anmerkung, an die aber niemals wieder jemand gedacht hat und die mittlerweile auch komplett obsolet geworden sind.

Aber muss das sein? Geht das nicht auch anders? Die gute Nachricht: Aber ja! Es geht natürlich anders. Und einige der zahlreichen Tools und Techniken, die man einsetzen kann, um diesem Chaos zu entgehen, möchte ich dir gerne vorstellen.

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Migration einer Legacy iOS-App

Im letzten Sprint haben wir die mobile iOS-Applikation eines unserer Kunden von Swift 3 nach Swift 5 migriert und dabei die App auch für die aktuellste iOS-Plattform iOS 13 lauffähig gemacht. In diesem Artikel möchte ich Euch einen Einblick in den Ablauf dieser Migration geben und Euch alle in diesem Zuge durchgeführten Migrationsschritte kurz vorstellen.

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Mehr Prototypen, weniger Layouts für die Tonne

Mitte September haben Steffen Hartmann und ich den Workshop „Lean UX für Startups“ gehalten. Dabei fiel mir auf, dass sich das von Lean UX vorgeschlagene Arbeiten mit Prototypen stark mit der Arbeitsweise deckt, die sich in meinem aktuellen Projekt-Team entwickelt hat. Das war mir bis dahin weder klar, noch haben wir im Team die Nähe zu Lean UX forciert.

Eine Facette dieser Arbeitsweise ist das Arbeiten mit Prototypen. Dazu gehört besonders das Diskutieren im Team über erstellte Prototypen und die dahinter liegenden Konzepte, um ein gemeinsames Verständnis bezüglich der Stärken, aber auch der Schwächen der skizzierten Lösung zu schaffen. Mit diesem Vorgehen konnte unser Team bisher alle Features bis zur finalen Implementierung im Produkt entwickeln.

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Agile Missverständnisse: Prozesse und Planung

Der PONS definiert agil von lateinisch „agilis“ im Bezug auf Personen als „behände, schnell und gewandt“ im Bezug auf Sachen als „(leicht) beweglich“.

„Agil zu sein“ scheint also etwas mit Anpassungsfähigkeit, Geschwindigkeit und Beweglichkeit zu tun zu haben. Bezieht man noch die Fokussierung auf und Nähe zum Kunden mit ein, ist man bei dem, was ich unter Agilität verstehe:

„Agil sein bedeutet anpassungsfähig zu sein und sich schnell und proaktiv auf verändernde Kundenbedürfnisse einzustellen.“


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Frontend Frameworks VS Handcrafted UI

Modern web user interfaces often are single-page applications (SPAs), written in JavaScript, based on frameworks like React, Angular or vue.js. But what is rendered in the browser is still good old HTML and CSS. Therefore, even in times of SPAs, as at the beginning of the web, markup for wrapping the actual content must be written (HTML). As well as there have to be rules for how the contents are positioned and styled (CSS).

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Wie man agile Vorgehensweisen effektiv aushebeln kann

Agile Vorgehensweisen sind schnell erklärt. Sie zu meistern, aber schwierig. Insbesondere dann, wenn man aus seinem Trott heraus gar nicht wahrnimmt, dass man an ihnen vorbeiarbeitet. Als Agile Coach betreute ich für einen unserer Kunden mehrere Scrum-Teams über viele Monate und habe genau dieses Vorbeiarbeiten beobachtet.

Besonders perfide: Mir ist es erst wirklich bewusst geworden, als ich schon selbst vom Trott geschluckt wurde und in die Falle getappt war.

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