Agile Missverständnisse: Von Helden und Eiern

„Wir machen uns um Onkel Henry furchtbare Sorgen. Er denkt, er sei ein Huhn.“
„Na, warum schicken Sie ihn denn nicht zum Arzt?“
„Naja, das würden wir ja. Aber wir brauchen die Eier.“
— Douglas Adams: Der lange dunkle Fünfuhrtee der Seele: Dirk Gently’s Holistische Detektei

Agile Methoden setzen auf das Team, nicht auf die Individuen. Alles soll das Team entscheiden, alles soll das Team gemeinsam machen. Von Pair über Mob Programming, die meisten Dinge lasten auf mehr als einem paar Schultern. Als Metapher hat man sogar den Bus-Faktor gefunden: Wie viele Leute aus dem Team muss ich mit dem Bus überfahren, bis die Software nicht mehr weiterentwickelt werden kann?

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10 Dinge, die Entwickler an (JIRA-)Tickets schätzen

Im letzten Monat habe ich auf dem PO-Camp darüber gesprochen, welche Bestandteile und Prinzipien aus Entwickler-Sicht für gute (JIRA-)Tickets erforderlich sind. Die gesammelten Anforderungen basieren auf der einen Seite auf kurzen Interviews mit Entwickler-Kollegen, die ich im Rahmen unserer Slacktime durchgeführt habe („Was machen für Dich gute JIRA-Tickets aus?“). Zum anderen fließen aber auch meine persönliche Erfahrung als Entwickler und Team-Mitglied, das relativ viel mit dem Kunden kommuniziert, mit ein.

Herausgekommen sind 10 Punkte, die sich auf das Format, den Inhalt und die Rahmenbedingungen, unter denen das Team mit den Tickets arbeitet, beziehen. Weiterlesen

Brändi Dog – Brettspiel mit Langzeitmotivation im Team

Am heutigen Mayday – das ist unsere unternehmensinterne Slacktime – habe ich als Projekt „Brändi Dog – kooperatives Mensch Ärgere Dich Nicht© mit ein paar Besonderheiten“ eingebracht. Wer Brändi Dog nicht kennt: „Brändi Dog ist ein spannendes Brettspiel mit Langzeitmotivation, dass im Team und mit Bridge-Karten gespielt wird.“ Dabei gibt es eine ganze Reihe an besonderen Regeln, die neben taktischem Vorgehen auch kooperatives Spiel ermöglichen. Denn gewinnen kannst du nur als Team zu zweit. :-) Hier folgt ein kurzer Bericht vom Spiel.

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Gute Zusammenarbeit für bessere Projekte

Ende September gibt es in Wiesbaden wieder die Tools4AgileTeams. Eine kleine aber engagierte Konferenz der //SEIBERT/MEDIA GmbH, die sich mit Vorträgen, interaktiven Sessions, Mini-Workshops und Pecha-Kucha-Beiträgen dem Sinn und Unsinn des Einsatzes von Tools in agilen Softwareentwicklungsteams sowie ihrer optimale Nutzung widmet.

Dabei steht in diesem Jahr am 17. (Open Space) und 18. September (Vorträge und Workshops) der Umgang und die Zusammenarbeit zwischen Team, Management und Kunde im Vordergrund. Aktuell dürfen sich die Teilnehmer auf bereits über 30 Vorträge freuen, zwei davon auch von uns. Weiterlesen

Agil: Jetzt auch Fußball

Der Frankfurter Entwicklertag 2015 fand dieses Jahr das zweite mal in Frankfurt statt. Hier schnappte sich Jens ein passendes Energy-Drink-Trikot und fuhr von München zur Diva vom Main.

Nach einem ausreichend großem Koffeeinschub für den beim Empfang in der Goethe-Universität, folgten einleitend zunächst ein paar Worten von Prof. Ralf Reussner — Der präsentierte aktuell betreute Forschungsprojekte Palladio und Vitruvius (WIP).

Jens musste während der ersten zwei Drittel zunächst auf der Bank ausharren. Dann der Anpfiff. In seinem Vortrag geht es um Parallelen von agilen Unternehmen und Fußball und was man von ihm lernen kann. Ob es eine neue Art von Teamplay mit Product Owner und Scrum Master gibt. Oder die Developer nur hinten anstünden. Das alles konnte er beantworten und auf den Punkt bringen. Ein Gutes Team braucht keine Helden. Ein gutes Team ist vielmehr eines, das sich selbstständig trainiert. Hierbei ist auch ein Doppel (Pair-doing) keine Seltenheit. Am Ende geht er noch einen Schritt weiter und erklärt, dass, wenn alles richtig läuft, niemand einen Captain benötigt.

Und warum jetzt Fußball?

  • Es ist normal Probleme zu adaptieren und eine Teamlösung zu finden.
  • Zu starker Druck lässt die Qualität leiden.
  • Nach dem Spiel ist vor dem Spiel.

Review auf Teamebene: Die Feedback-Matrix

Der Erfolg unserer Projekte liegt zum erheblichen Teil darin, dass die beteiligten Personen als Team verstehen und zusammen arbeiten, seien sie nun Entwickler, Devops, Scrum Master oder Product Owner.

Doch bevor ein Team sich als solches gefunden hat, muss es durch die verschiedenen Stationen des Teambildungsprozesses gehen. Sich gegenseitig Feedback zu geben, wie man Verhaltensweisen des Anderen in bestimmten Situationen (z.B. Stress oder Konflikt) empfunden hat.

Bisher haben wir auf der Mayflower klassische Instrumente wie 1:1-Gespräche oder Peer Feedback gesetzt. Wie kann dies jedoch auf der Teamebene passieren? Als Vorbild haben wir uns die „Feedback Runde“ genommen, die Alisa Ströbele (agile coach bei Autoscout24) bei ihren Teams einsetzt und haben diese weiter entwickelt. Weiterlesen

Tools4AgileTeams

Seit 2012 finden sich jährlich im November in der hessischen Landeshauptstadt Wiesbaden Agilisten und Interessierte zur Konferenz Tools4AgileTeams zusammen. Auch dieses Jahr – erstmals an zwei aufeinanderfolgenden Tagen – am 5. und 6. November. Der Fokus der Konferenz liegt im Austausch über Sinn und Unsinn des Einsatzes von Tools und Methoden im agilen Arbeitsumfeld sowie ihrer optimalen Nutzung.

Dabei trägt die Konferenz agil nicht nur im Namen, sie ist es auch. Der erste Tag, der im Galli-Theater Wiesbaden stattfand, war für einen Open Space reserviert. Hier hatte man die Möglichkeit, mit anderen Konferenz-Teilnehmern spezifische Fragen und Themen rund um die agile Welt zu diskutieren. Die diskutierten Fragen und Themen waren sehr spannend und man kam schnell mit den anderen Konferenz-Teilnehmern in Kontakt. Interessant war hierbei vor allem die Erkenntnis, dass agile Arbeitsweisen nicht nur in der Software-Entwicklung Anklang finden, sondern mittlerweile auch bei Firmen fernab der IT erfolgreich zum Einsatz kommen. Weiterlesen

Ein Team, ein Raum: Denn Projektarbeit braucht mehr als Home-Office

Marissa Meyer von Yahoo ruft alle Heimarbeiter zurück. Und Microsoft lästert darüber. (spiegel.de) – der Kulturkampf um das Home-Office ist wieder entbrannt. Auch auf der Mayflower haben wir in den letzten zehn Jahren viele Formen der Teamarbeit erlebt: verteilte Teams mit häufigen Treffen, virtuelle Teams, Teams verteilt auf mehreren Etagen und Zimmern usw.

In der Zwischenzeit haben wir erkannt, dass die Projektarbeit bei uns am effektivsten ist, wenn das jeweilige Team in einem Raum zusammenarbeitet. Einer der wichtigsten Gründe hierfür ist die hohe Qualität des Informationsaustauschs. Und damit sind nicht nur die bloßen Fakten gemeint – diese ließen sich auch über Mail, Chat etc. verteilen. In komplexen Environments gilt es vor allem, die gesamte Bandbreite der Kommunikation zu nutzen. Weiterlesen

Von Kanban und wie alles besser wurde…

Noch im Sommer herrschte das Chaos: Unsere Lieferzeiten waren unklar, das Ticketmanagement wurde von uns selbst durchgeführt und die Fachabteilung, die am lautesten brüllte, hat ihr Ticket als erstes umgesetzt bekommen. Immer wieder erwischten wir uns dabei, wie wir an viel zu vielen Tickets gleichzeitig arbeiteten und die Zeit für technische Verbesserungen  auch auf der Strecke blieb.

Es war Zeit, etwas zu ändern!