Über Robert Lippert

Management & Teambuilding for Mayflower GmbH, specialized in Agile Doing. Traveling between Berlin, Frankfurt, Munich and Würzburg. Handshake via Xing or Twitter.

Können wir DevOps noch reparieren?

»Wer DevOps nur auf die Tools reduziert, vermeidet es, sich mit der eigenen Kultur auseinanderzusetzen. Und läuft so Gefahr, am eigentlichen Ziel vorbeizuschießen.«

Anmerkung: dieser Text fasst im Grunde genommen nur das zusammen, was wir in unserer täglichen Arbeit erleben. Im konkreten Fall haben wir diese Zusammenhänge bei zweien unserer Kundenteams beobachten können – Kudos daher an die Teams für ihre Insights.

Warnung: Dies hier ist nur eine erste Zusammenfassung eines in weiten Teilen sehr komplexen Themas. Gerade was das Mindset und die gelebte Kultur hinter dem Begriff DevOps angeht, ist es nicht damit getan, einzelne Punkte als Checkliste herauszuziehen. Trotzdem (oder vielleicht auch gerade daher) liefert der Text aber vielleicht erste Impulse, sich mit neuen Aspekten auseinanderzusetzen. En Détail möchte ich für den größeren Zusammenhang gerne Johanns Keynote „DevOps jenseits der Tools“ weiterempfehlen:

DevOps und die Ziele dahinter

Seit 2009 ist DevOps ein wichtiges Thema auf den IT-Konferenzen, und inzwischen empfehlen auch die großen Beratungshäuser eine DevOps-Strategie. Doch während sich die Tools hoher Popularität erfreuen und Quasi-Standard wurden, sind Kultur und Organisationsdesign auf der Strecke geblieben. Die Tools alleine realisieren nur einen kleinen Teil des Benefits von DevOps, der große Vorteil entsteht erst mit der Integration von DevOps-Struktur, Organisation und Kultur im Unternehmen. Wie breche ich Silos jenseits von Development & Operations auf? Wie schaffe ich gemeinsame Ziele über die Abteilungsgrenzen hinaus? Wie mache ich eine verlässliche Testphase bei einem Deploy am Tag? Woran scheitert es in meinem Unternehmen?

Hinter DevOps steht im Grunde das CAMS-Prinzip: Culture, Automation, Measurement und Sharing. Mit den Zielen, Features deutlich schneller von der Idee zum Kunden zu bekommen, die Verfügbarkeit und Qualität hoch zu halten und dabei den Aufwand und die Zeit für ein Deployment gegen 0 gehen zu lassen. Gleichzeitig sollen die zur Verfügung stehenden Hardware-Ressourcen optimal genutzt werden und Performance- und User-Feedback sehr schnell an Ops, Dev und Product-Development weitergereicht werden.

Nun ist in der Praxis oft genug jedoch nur noch der Punkt Automation spürbar. Schaut man sich die Ursachen dann im Detail an, stellt man eben fest, dass es neben den Tool eben auch noch weiterer Dinge im DevOps-Kontext bedarf. Das Aufbrechen von Silos über viel mehr Kooperation und rollenüberschreitende Teamkultur mit hohem Qualitätsfokus. Autonome Teams. Eine „shared Responsibility“. Vertrauen und Respekt. Und oft genug sind hierzu die grundlegenden Weichen in den Unternehmen noch nicht gestellt, zum Beispiel, wenn die funktionale Struktur lokale KPIs über gemeinsame Ziele stellt, oder eine Hero-Culture die persönlichen Ziele noch vor den Unternehmenszielen würdigt.

Also: Unternehmen brauchen, was DevOps verspricht, und es ist deshalb massiv erfolgreich – ja, insbesondere wegen der Tools. Kultur und Organisation verhindern jedoch noch oft das Erreichen der Ziele und erzeugen so lustige Dysfunktionen. Die kann man reparieren, indem man die Struktur anpasst und an der Kultur arbeitet. Das macht man auf einen von drei Wegen, die tatsächlich helfen, dieses magische Dreieck zu brechen.

Und wie soll man das jetzt reparieren?

Erster Weg zu DevOps: Systems Thinking

  • ein gemeinsames Verständnis des Systems erzeugen
  • Flow von Feature-Idee zu Development zu Produktion zu Kunde und zurück zu Dev abbilden, z.B. über Value Stream Mapping

Zweiter Weg zu DevOps: Feedback Loops einführen

  • „Measure all the things“
  • Feedback über alle Schritte
  • Gemeinsame Anpassungen und Korrekturen

Dritter Weg zu DevOps: Learning Culture

  • Kontinuierliches Experimentieren
  • Risiken eingehen
  • Aus Fehlern lernen
  • Wiederholung und Übung wird zu Meisterschaft
  • Infrastruktur: Learning Cycles & Communities of Practice

Das Resultat: die Gesamtperformance erhöht sich, bei gleichzeitig wachsender Qualität und mehr wertvollen Features. Am Ende stehen mehr Verlässlichkeit und mehr Features bei gleicher Arbeit.

Dieser Artikel ist einer von vielen, die wir regelmäßig in unserem Wiki mit unseren Kolleginnen und Kollegen austauschen. Er beruht in weiten Teilen auf Johanns Notizen, lediglich noch einmal zusammengefasst. Offene Kommunikation ist Teil unserer Kultur und sie hilft uns gut zu sein, in dem was wir tun.

IPC/WebTech 2015 München: Wir bringen mit …

Wenn wir Ende Oktober mit rund elf Kollegen die International PHP Conference in München besuchen werden, dann sollten wir dafür einen guten Grund haben. Wir hoffen, den haben wir gefunden — und vor allem, dass auch etwas für die Besucher in München mit dabei ist.

Ein neues Poster

Weltpremiere. Mindestens. Gemeinsam mit Johannes Weber und tatkräftiger Unterstützung aus der AngularJS-Community stecken wir mitten im Aufbau unseres neuen, großen AngularJS-Posters. Im Format DIN A0 und voll gestopft mit Best Practices zum empfohlenen Umgang mit dem Framework. Natürlich haben wir darauf geachtet, dass die Inhalte sich auch mit dem kommenden AngularJS 2.0 vertragen.

Auf der Konferenz werdet Ihr Gelegenheit haben, das Poster in Augenschein zu nehmen und Feedback abgeben zu können. Klar, und ein kostenloses Exemplar vorzubestellen. Und generell bei Fragen zu AngularJS in Euren Projekten — Speaker und Entwickler sind für Euch vor Ort, also schaut vorbei. Weiterlesen

Wevent #21: Führung & Organisation in einer modernen Arbeitswelt

Was müssen Führung und Organisation leisten, damit Menschen sich in unserer neuen Arbeitswelt nicht mehr wie unbedeutende Pflichterfüller fühlen, sondern mehr Spaß durch echte Arbeit haben und damit ihre Unternehmen zu mehr Erfolg führen?

 

Dieser Frage gingen Mitte September um die knapp 100 Teilnehmer des 21. Wevents in München nach. Organisiert von Intrinsify.me und intrinsisch motivierter Unterstützung von Mayflower nahmen wir das Motto zum Anlass, uns gemeinsam allen möglichen Fragestellungen aus dem Dunstkreis von #NewWork, #Stoos, #Agile, #Augenhöhe und anderen zu stellen. Weiterlesen

Unser mobiles Open Device Lab

Für unseren Besuch der IPC/webinale Berlin 2015 hatten wir uns etwas Neues ausgedacht – ein mobiles Open Device Lab für die Konferenzteilnehmer. Schließlich bauen wir die mobilen Apps für Louis und Vaillant und machen täglich die Erfahrung, wie wichtig echtes Testen auf echter Hardware ist.

Da wir am Standort Würzburg jüngst erst ein neues Open Device Lab unterstützen, mit der Infrastruktur, wie wir sie auch in echten Projekten nutzen, standen im Grunde alle wesentlichen Ressourcen zur Verfügen, so etwas auszuprobieren. Ein kleiner Text über unser technisches Setup und unsere Erfahrungen damit auf einer Konferenz.

LabUp-Setup Weiterlesen

Gute Zusammenarbeit für bessere Projekte

Ende September gibt es in Wiesbaden wieder die Tools4AgileTeams. Eine kleine aber engagierte Konferenz der //SEIBERT/MEDIA GmbH, die sich mit Vorträgen, interaktiven Sessions, Mini-Workshops und Pecha-Kucha-Beiträgen dem Sinn und Unsinn des Einsatzes von Tools in agilen Softwareentwicklungsteams sowie ihrer optimale Nutzung widmet.

Dabei steht in diesem Jahr am 17. (Open Space) und 18. September (Vorträge und Workshops) der Umgang und die Zusammenarbeit zwischen Team, Management und Kunde im Vordergrund. Aktuell dürfen sich die Teilnehmer auf bereits über 30 Vorträge freuen, zwei davon auch von uns. Weiterlesen

Wir fahren nach Berlin

7. bis 11. Juni in der Hauptstadt: Zwei Konferenzen, zwei Workshops, zwei Sessions — und zwei Tage volles Programm, wenn Mayflower nach Berlin kommt. Zunächst einmal als Platin-Sponsor der einen PHP-Konferenz; immerhin sind wir traditionell mit vielen Speakern vertreten, da darf man auch einmal etwas zurückgeben. Vor allem aber sind wir in Berlin, weil Berlin rockt — die Startup-Szene brodelt und spült Ideen und Modelle, die wir aus der Softwareentwicklung kennen, in den Mainstream. Weiterlesen

JavaScript Days 2015: Security

Wenn der größte Teil der Logik in JavaScript stattfindet, dann findet auch der größere Teil der Sicherheitsrisiken dort sein Zuhause. So bietet JavaScript denn auch Angreifern eine interessante neue Spielwiese, denn die Sprache selbst und ihre enge Verzahnung mit Browser und Node.js bergen neue Probleme.

Genau da setzt dieser Vortrag an: die verblüffenden Unterschiede von JavaScript zu anderen Sprachen, wenn es um Security geht. Die Risiken und auch die Besonderheiten von Browsern und anderen JavaScript-Engines wie Node.js. Die Security-Implikationen von JavaScript-Frameworks bis hin zu speziellen Problemen wie mXSS, ReDOS und HTML5-Security.

298 Slides, kompakt in der Schnellübersicht. Weiterlesen

Relaunch: Konzepte, Erfahrungen und was wir daraus gemacht haben

Technisch gesehen darf eine moderne Website sicherlich ziemlich vieles leisten und noch viel mehr muss sie unbedingt können — zumindest wenn man seine Stakeholder darum bittet, kurz zu notieren, was sie sich für ihre neue Website gerne wünschen. Und wer sich allzu naiv auf ein Wunschkonzert einlässt, wird auch genau das bekommen.

Die Notwendigkeit kennt keine Gründe.

Ernst Curtius

 

Natürlich geht das alles auch professioneller, zum Beispiel indem man damit anfängt, nicht nur die Anforderungen an eine Website aufzunehmen, sondern gleich auch den Nutzen der einzelnen Feature mit dokumentiert und idealerweise eine Auflistung nach Aufwand und eben Geschäftswert aufsetzt, die einem beim Priorisieren hilft.

Da wir just unsere eigene Website (mayflower.de) neu aufgesetzt haben — und das intern sogar mehrfach neu, aber dazu später mehr — möchten wir ein paar unserer Ideen und Konzepte hinter dem Relaunch teilen. Schließlich ist kein Kunde so hart wie das eigene Team, und wenn unsere Erfahrungen dabei helfen, künftig vergleichbare Projekte einen Tick effizienter zu gestalten, dann wäre das doch sehr schön. Dazu möchte ich auf mögliche Seitenkonzepte eingehen, erklären, welche Funktionen wir für ein erstes Release zusammengestellt haben — und weshalb überhaupt so ein „erstes Release“ — und welche Plattformentscheidungen mit in das Projekt eingeflossen sind. Weiterlesen

IPC Spring 2013: Ein Rückblick, ein Ausblick

Agile Methoden, Responsive Design und jede Menge JavaScript standen im Mittelpunkt der diesjährigen International PHP Conference Spring 2013. Damit hofften die Veranstalter auf rund  900 Teilnehmer – ganz so viele werden es zwar nicht gewesen sein, aber alles in allem hat das Programmkomitee ein solides und gut betreutes Event auf die Beine gestellt. Für Mayflower als Aussteller und unsere Speaker machte die IPC mit überraschend viel Feedback und Networking dabei einen mehr als guten Eindruck – für Mayflower als Teilnehmer und Konferenzbesucher ließ sie aber auch wichtige programmatische Details vermissen.

Ein kleiner Rück- und Ausblick auf das „Familientreffen“ der PHP- und Webentwickler-Szene.
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Facebook vs. Google: Die Wirkung von Ad-Kampagnen

Was darf es sein? Eine Facebook-Werbeanzeige oder lieber etwas Keyword-Marketing mit den Google AdWords? Natürlich haben wir auch hier bei Mayflower unsere Erfahrungen mit diversen Werbemöglichkeiten gesammelt, ein paar davon möchte ich heute zum Einstieg in die Materie vorstellen. Anhand einer echten und überschaubaren Kampagne werde ich dazu auf die Unterschiede zwischen beiden Maßnahmen eingehen, deren Gemeinsamkeiten und mögliche Anwendungsfälle. Und natürlich die Grenzen der jeweiligen Methoden aufzeigen, denn so wie jede ihre eigenen Stärken hat, gibt es auch Fallstricke, die es zu bedenken gilt. Weiterlesen