Agile Missverständnisse: NoEstimates – Schätzungen schaden.

Wer schätzt, verliert. Entweder man hat genug Puffer mit drin und es ist zu aufwändig, oder er fehlt und es klappt nicht pünktlich. Externe Abhängigkeiten werden auf rauen Annahmen geplant, von denen man sich zwar wirklich wünscht, dass sie zutreffen würden, aber in Wahrheit selbst nicht daran glaubt. Und kurz vor dem Launch kommen dann die Überraschungen, mit denen man zwar gerechnet hat, jetzt aber keine Zeit mehr hat, mit ihnen umzugehen.

NoEstimates

Also lieber nicht schätzen, sondern auf Business Value und Durchfluss optimieren. Wenn ich zu jedem Zeitpunkt das Nützlichste mache und meine Strecke auf dem Weg dazu kontinuierlich verbessere – was könnte ich mehr als Beitrag leisten?

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Chan-jo Jun über … Arbeitnehmerüberlassung & agile Projekte

Das Thema Arbeitnehmerüberlassung ist heiß diskutiert; schließlich hängt einiges davon ab: So besteht zum Beispiel die Gefahr, dass man sich als Konzernanwalt strafbar machen kann, wenn man zulässt, dass fremde Arbeiter im eigenen Unternehmen wie eigene Mitarbeiter eingebunden sind.

Doch wie genau geht man nun mit der Arbeitnehmerüberlassung um? Wie sehen (Team-)Konstellationen in agilen Projekten aus, mit denen man auf der sicheren Seite ist?

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Agile Missverständnisse: Den Sprint abnehmen

Alles wurde fertig entwickelt, und mit etwas abendlicher Arbeit und ein paar Kompromissen bei der Qualität konnte man tatsächlich alles liefern, was im Sprint enthalten war. Im Review stellt man die entwickelten Features vor, die Entwickler zeigen die Storys, an denen sie gearbeitet haben. Es werden die Akzeptanzkriterien durchgegangen und am Ende jeder Story wird gefragt, ob das so in Ordnung ist. Dann nimmt der Product Owner die Story ab, und damit ist bestätigt, dass sie umgesetzt wurde. Das Ganze wird formal dokumentiert – im Ticketing oder im Wiki – und am Ende gibt es ein Protokoll der Veranstaltung.

Das ist praktisch für das Team: Diese Stories sind fertig, bis auf Bugfixes und neue Features wird man von ihnen wenig hören. Endlich etwas geschafft.

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4 Tipps für besseres Feedback in Sprint Reviews

Als Scrum Master habe ich schon an sehr vielen Sprint Reviews teilgenommen und mir dabei oft die Frage gestellt: „Wie bekomme ich mehr und brauchbareres Feedback im Review?“

In diesem Blogpost möchte ich meine Erfahrung teilen und zeigen, wie nützliches Feedback gefördert werden kann. Außerdem werde ich meine Fehler nennen, die dazu führten, dass kein brauchbares Feedback gegeben wurde.
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Agile Missverständnisse: Sprintabbruch durch das Team

Es haben sich grundlegende Rahmenbedingungen geändert. Das Team stellt überraschend fest, dass das Sprintziel bei näherer Ansicht nicht mehr zu erreichen ist. Drei Tage vor Ende des Sprints ist deutlich sichtbar, dass der Forecast nicht annähernd erreicht werden kann.

Für das Team ist die Sache klar: Unter diesen Bedingungen kann man nicht mehr die Verantwortung für den Sprint übernehmen. Ähnlich sieht es der Scrum Master – so ist es nicht möglich, den Sprint weiterzuführen, er muss abgebrochen werden. Also trifft man sich in der Mitte des Sprints in einer spontan einberufenen Retro und bricht den Sprint offiziell ab, weil es ja nicht anders geht.

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Agile Missverständnisse: Druck & Stress

Der Scrum Master muss das Team schützen! Deadlines erzeugen zu viel Druck für das Team! Und Überstunden darf es nicht geben!

Schaut man sich die Diskussionen in agilen Unternehmen an, entsteht schnell der Eindruck, dass die Entwickler-Teams sehr zart besaitet sind und es ihnen an Kraft und Resilienz fehlt, auch mit den kleinsten Störungen umzugehen.

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Redux-Workshop für Einsteiger

In diesem Workshop gebe ich eine schnelle und praktische Einführung in das State-Handling-System Redux. Hierfür wollen wir unser bestehendes React-Projekt aus dem React-Workshop für Einsteiger so umschreiben und erweitern, dass das State-Handling unserer Task-Listen-Applikation komplett vom Redux-System übernommen wird und dessen Vorteile in der Praxis sichtbar werden.

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Agile Missverständnisse: Akzeptanzkriterien und andere Details

„Das stand nicht in den Akzeptanzkriterien, das musste ich nicht machen.“ „Es stand doch in den Akzeptanzkriterien, dass der Styleguide gilt. Und der sagt ganz klar auf Seite 12, dass Buttons linksbündig floaten müssen.“ „So kann ich nicht anfangen, da fehlen ja noch alle Details.“ „Da versucht das Product Management uns mal wieder zu erklären, wie Technik geht.“

Akzeptanzkriterien und andere Details

Wir alle kennen die Schmerzen, wenn es um die Formulierung von User-Storys geht. Je nach Unternehmen, Abteilung und Person ist alles möglich: Zwischen Akzeptanzkriterien, die aus einem einzigen Wort bestehen, und seitenlangen Dokumenten mit hunderten Querverweisen, von denen ohnehin niemand davon ausgeht, dass sie wirklich gelesen oder geprüft werden können, ist alles denkbar.

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Warum du das Spotify Modell nicht kopieren solltest

Ich schätze Klaus Leopold, Kanban Pionier und Special Guest unseres Product Owner Camp 2017, sehr. Daher habe ich auch den Newsletter von LEANability abonniert. In der neuesten Ausgabe gab es ein kleines Video-Interview mit Cliff Hazel, Coach Chapter Lead bei Spotify. Dort wurde auch die Frage beantwortet, ob Unternehmen das Spotify Organisations-Modell (Chapters, Guilds etc.) für sich kopieren anwenden sollten oder nicht.

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Agile Missverständnisse: DoR & DoD als Vertrag

Mit der Definition of Ready vereinbart das Team mit dem Product Owner, woran man eine gute User-Story erkennt. Analog dazu die Definition of Done: Woran macht man fest, dass eine Story erledigt ist? Eigentlich praktische Werkzeuge, hat man doch endlich mal eine Größe, an der man die Eignung einer Story für die Entwicklung oder Produktion erkennen kann.

DoR & DoD als Vertrag

In der Praxis schlägt diese Orientierung jedoch oft über diese Intention hinaus. Die erste Definition of Ready wurde beschrieben als der Moment, an dem das Team sagt „Ah, ich habe es verstanden.“

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