Warum du das Spotify Modell nicht kopieren solltest

Ich schätze Klaus Leopold, Kanban Pionier und Special Guest unseres Product Owner Camp 2017, sehr. Daher habe ich auch den Newsletter von LEANability abonniert. In der neuesten Ausgabe gab es ein kleines Video-Interview mit Cliff Hazel, Coach Chapter Lead bei Spotify. Dort wurde auch die Frage beantwortet, ob Unternehmen das Spotify Organisations-Modell (Chapters, Guilds etc.) für sich kopieren anwenden sollten oder nicht.

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Kanban Anti-Pattern: der Kanban-Modus

Die Situation kommt vielleicht bekannt vor: Das Scrum-Team rückt einer Deadline näher, der Scope ist noch immer groß und die Projektbeteiligten machen sich Sorgen, ob denn die Deadline zum geplanten Release gehalten werden kann. In so einer Situation gibt es verschiedene Herangehensweisen, um erfolgreich zu sein.

Ich war Scrum Master eines Teams, das sich entschlossen hat, in dieser heißen Phase in den sogenannten Kanban-Modus zu wechseln. In diesem Blogpost möchte ich beschreiben, was sich das Team davon erhofft hat, was wir dabei gelernt haben und ob wir damit die Deadline halten konnten.
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Code und Kanban: Mit Mayflower auf der webinale/IPC 2017

Ende Mai/Anfang Juni lädt wieder einmal die Doppelkonferenz webinale/IPC nach Berlin, um dort zu Diskussionen, Workshops und Networking rund um aktuelle Web-Development-Themen zu laden. Unsere Kollegen Martin Ruprecht (@mrupilo) und Maximilian Berghoff (@ElectricMaxxx) haben hier zur Unterstützung des Programms zwei Sessions erarbeitet, die etwas Praxis aus unseren Kundenprojekten herausarbeiten — und den Teilnehmern entsprechende Best Practices kompakt mit auf den Weg geben. Weiterlesen

Product Owner Camp 2017 in Frankfurt

Nach dem großen Erfolg des Vorjahres veranstalten wir auch in diesem Jahr erneut ein Product Owner Camp. Dieses findet am 25. und 26. August in Frankfurt im SkyDeck im Silberturm statt. Als Location Partner konnte DB Systel GmbH gewonnen werden.

Das Product Owner Camp richtet sich an Product Owner, Requirements Manager, Projektmanager in agiler Transition und allen, die sich mit agiler Produktentwicklung beschäftigen. Durch das offene Open-Space-Format werden an beiden Tagen die Teilnehmer zu Teilgebern und bringen sich mit ihren Themen, Fragestellungen und Herausforderungen aktiv in die Mitmach-Konferenz ein.

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Kanban spielerisch lernen

Das getKanban Board Game ist ein Brettspiel, das den Spielern das Konzept und die Abläufe eines Kanban-Systems für Software-Entwicklung spielerisch erleben und erlernen lässt.

Zusammen mit Studenten der Hochschule München haben wir am letzten Mayday, so nennen wir unsere Slacktime, das Spiel gespielt. Beim getKanban Board Game werden die Spieler zu Crewmitgliedern einer Software-Schmiede, die ein Produkt entwickelt, das viele Leute (Subscriber) begeistert. Jedes Work Item, das einmal den Entwicklungsprozess durchläuft, gewinnt eine gewisse Anzahl an Subscribern. Sie werden am Zahltag wiederum in Geld umgewandelt. Weiterlesen

Von Kanban und wie alles besser wurde…

Noch im Sommer herrschte das Chaos: Unsere Lieferzeiten waren unklar, das Ticketmanagement wurde von uns selbst durchgeführt und die Fachabteilung, die am lautesten brüllte, hat ihr Ticket als erstes umgesetzt bekommen. Immer wieder erwischten wir uns dabei, wie wir an viel zu vielen Tickets gleichzeitig arbeiteten und die Zeit für technische Verbesserungen  auch auf der Strecke blieb.

Es war Zeit, etwas zu ändern!

Kanban – Ein Erfolgsrezept für das Rezept des Erfolges

Nachdem ich auf der diesjährigen Spring-Edition am "Agile Day" einen richtig guten Talk von Arne Roock (it-agile GmbH) und Fridtjof Detzner (Jimdo) über "Kanban bei Jimdo" gehört hatte, und das dort empfohlene Buch "Kanban – Evolutionäres Change Management für IT-Organisationen" von David J. Anderson ohnehin schon zuhause liegen hatte, war ich infiziert!

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IPC die Zweite – DevOps

Nach einem sehr guten Mittagessen, in tollem Ambiente ging es weiter mit dem Powerworkshop von Soenke Ruempler (Jimdo) und Johann-Peter Hartmann (SektionEins GmbH, Mayflower GmbH).
Da sich, vielleicht zum Glück, nur wenige Teilnehmer für diesen Workshop fanden, ging die Vorstellungsrunde recht flink und es wurde schnell deutlich was wir als Publikum zu erwarten hatten.
Die Vortragenden stellten klar das PHP seinen größten Vorteil, das schnelle umsetzen von Anforderungen, durch fortschreitende Professionalisierung eingebüßt habe und Scrum nur einen Teil der Lösung darstellt.
Grund für die Tatsache, dass der Scrumprozess bei dem Benutzer nicht ankommt sind seltene Deployments, welche mehrere Features zusammenfassen.
Dadurch wird der in kurzen Iterationen angelegte Scrumprozess von einem wasserfallartigen Deployment überdeckt.
Grund für die seltenen Deployments ist der erhebliche Zeitaufwand für die Administratoren und der fehlende Projekt überblick, auch als Silo-Problematik bekannt.

Eine mögliche Lösung für das fehlende Betrachten des Gesamtprojektes, wurde mit Kanban recht ausführlich vorgestellt.
Dieses kann genutzt werden, um Engpässe im Projekt zu visualisieren, vor allem wenn diese zwischen Abteilungen entstehen.

Wichtigster Teil des Vortrages war es aber, die Lücke zwischen Development und Administration zu schließen.
Während die Developer vorrangig die Features im Blick haben, steht für die Administration der Reibungslose Ablauf im Tagesbetrieb im Vordergrund.

Schließen kann man diese Lücke durch das richtige Toolset.
Die Administrationsseite kümmert sich darum, eine Infrastruktur zu schaffen, damit das Deployment von den Entwicklern übernommen werden kann und bekommt im Gegenzug das lästige Deployment abgenommen.
Dadurch werden Kapazitäten frei, um die Infrastruktur zu erweitern, was beiden Seiten zu gute kommt.

Für diesen Zweck wurden Puppet und Vagrant vorgestellt.

Puppet ist ein System zur automatisierten Verteilung und Durchführung von Serverkonfigurationen.
Mit Vagrant wurde er Tool vorgestellt, welches anhand von Konfigurationsbeschreibungen beliebig viele virtuelle Maschinen aufsetzten kann.
Konfigurationen können dabei auch aus einem Puppet-Repository stammen, was den Verwaltungsaufwand reduziert.
Mit beiden Tools in Kombination ist es möglich, lokal das Produktivsystem nachzustellen und zu testen.
Das anlegen mehrerer vorkonfigurierter Server wurde dabei ausführlich vorgeführt.

Anschließend wurde noch das Buildpipelining vorgestellt, am Beispiel des Mapolis Projektes.
Buildpipelining beschreibt die Möglichkeit PHPUnit Test und Selenium Test getrennt voneinander auszuführen, letztere nur nach erfolgreichem Verlauf der voran gegangenen Tests.
Theoretisch kann nach erfolgreichem Bestehen aller Buildprojekte ein automatischer Deploy erfolgen.
Praktisch wird jedoch oftmals noch die Freigabe des Projektleiters benötigt.

Das Ziel des Workshops, Administratoren und Entwicklern Tools aufzuzeigen, die die Deploymentrate erhöhen können, wurde in 4 Stunden gut vermittelt und es wurde klar gestellt, dass es mithilfe dieser Tools möglich ist, PHP seinen verlorenen Wettbewerbsvorteil zurück zu geben.
Dennoch waren die 4 Stunden sehr knapp bemessen, die größtenteils abstrakten Inhalte zu vermitteln, weshalb ich trotz der vielen mitgenommenen Ideen danach froh war entspannen zu können.