Der Pygmalion-Effekt in agilen Arbeitsumgebungen

Der Pygmalion- oder Rosenthal-Effekt ist nach dem gleichnamigen Rosenthal-Experiment benannt, das der Psychologen Robert Rosenthal durchgeführt hat. Vereinfacht dargestellt besagt der Rosenthal-Effekt das Phänomen, dass höhere Erwartungen zu höheren Leistungen führen.

Ich werde an dieser Stelle aber bewusst das weniger bekannte Vorläufer-Experiment „Mäuse im Labyrinth“ von Rosenthal und Fode umreißen, da es schlicht einfacher zu erklären ist. Und dann werde ich aufzeigen, welche Auswirkungen dieser Effekt in der klassischen Arbeitswelt hat.

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Agile Missverständnisse: Scrum funktioniert auch in Ansätzen

Der Scrum Guide der beiden Scrum-Schöpfer Ken Schwaber und Jeff Sutherland ist mit seinen 19 Seiten (im englischen Original, Stand November 2017) ein recht kompaktes Regelwerk. Treffend mit der Überschrift The Rules of the Game eingeleitet.

Der Scrum-Guide ist zudem in einer direkten und exakten Sprache verfasst und erläutert recht genau, wie und warum das Scrum-Framework funktioniert und anzuwenden ist.

Gleich zu Beginn des Scrum-Guides ist aber auch eine Art Warnung, die – mit der jahrzehntelangen Erfahrung von Ken Schwaber und Jeff Sutherland betrachtet – so etwas wie ein „I told you so“ sein könnte. So sehe ich das zumindest.

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X- und Y-Menschen

(Agiles) / modernes Arbeiten hat viel mit Freiwilligkeit und Vertrauen zu tun. Das Team und dessen Leistungen stehen im Vordergrund, ist aber gleichzeitig darauf angewiesen, dass sich jedes Teammitglied beteiligt. Selbstbestimmtes Arbeiten steht im Mittelpunkt.

Das steht im Widerspruch zum Grundempfinden mancher Führungskräfte und Kollegen, die der Ansicht sind, dass Menschen Kontrolle benötigen und externe Anreize wie Geld und Druck, um so zu funktionieren, wie man es sich vorstellt. 

Doch liegen sie damit richtig?

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Stakeholder-Management, aber wie?

Jeder Product Owner kennt die Herausforderungen im Stakeholder-Mangement und stellt sich wahrscheinlich die gleichen Fragen wie ich:

  • Wie soll ich das anstellen?
  • Wie bekomme ich eine akzeptable Priorisierung hin?
  • Wie kommen wir auf einen gemeinsamen Nenner?

Leider sind diese Fragen nicht so pauschal zu beantworten, denn es gibt hierbei viele Faktoren, die reinspielen. Wie zum Beispiel die Struktur der Firma, die verschiedenen Ebenen, aus denen die Stakeholder kommen, welcher Typ Mensch die Stakeholder sind, etc. Um nur ein paar zu nennen …

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#wirfürschule-Hackathon, Juni 2020. Ein Tagebuch.

Nachdem mir der #wirvsvirus-Hackathon ein bisschen zu crowded und chaotisch war, versuchte ich mich nun als Coach beim nächsten großen Corona-Hackathon: #wirfürschule. Diesmal stand die Digitale Schule im Blickfeld der Aktivitäten.

Es war angekündigt, dass man ein bis zwei Stunden am Tag zur Verfügung stellen sollte. Das klang mach- und mit meiner Arbeitszeit vereinbar, also los – versuchen, etwas Gutes zu tun. Ich bin ja selbst Papa, aber die Schule hat noch ein Jahr Zeit bei uns. Die letzte Gelegenheit vielleicht, ihr vorher noch ins 21. Jahrhundert zu verhelfen, bis meine kleine „Digital Native“ dann selbst zur Schule geht.

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Das Agile PMO im Krisenmanagement

Die wirtschaftlichen Folgen durch Corona ergeben hohe Dynamik auf bestehende Geschäftsmodelle. Daher müssen sich Projekte/Produkte verändern, um markt- und passfähig zu bleiben. Das hat Auswirkungen auf das Portfoliomanagement und PMO in Unternehmen, da die starre/planerische Herangehensweise gerade jetzt hinterherhinkt.

Das Agile PMO im Krisenmanagement

Das PMO und Portfoliomanagement erfüllen den Zweck, mindestens eine Jahressicht auf Initiativen, Business Cases und die daraus entstehenden Projekte für das Top-Management zu bieten und gegenüber dem jährlich geplanten Budget verhandelbar zu machen. Es bildet den Leitstand für die oberste Unternehmenssicht.

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Die Sache mit dem Business Value

Es passiert schon wieder: Da steht ein Stakeholder vor dem Product Owner und fordert, dass etwas ganz wichtiges in den Sprint muss. Und jetzt?

Jetzt kann man sich als PO entscheiden, ob man der „Story-Schubser“ und Prügelknabe wird, weil man nur noch das Chaos verwaltet und versucht, die verschiedenen Stakeholder nach Gutdünken unter einen Hut zu bekommen – Hint: klappt nicht, daher wird man automatisch zum Prügelknaben. Oder ob man versucht, sein Produkt wirklich zu „ownen“.

Gerade in Zeiten von Kurzarbeit ist der Tag eines Teams noch wertvoller und knapper. Er muß also gut investiert sein.

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Es war einmal … das Märchen eines Maintenance-Projekts

Was haben ein Maintenance-Projekt und ein Märchen gemeinsam? Vermutlich nicht viel, möchte man meinen. Allerdings ist die romantische Metapher des hässlichen Entleins, das sich am Ende zu einem schönen Schwan mausert, durchaus mit einem unserer Projekte vergleichbar.

Das Projektteam hat sich im Laufe der Jahre immer wieder einer Wandlung durchzogen. Das bedeutet, das mehrere Kollegen von Mayflower und des Kunden an dem Erfolg der stetigen Modernisierung teilhaben, von der ich nun erzähle.

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Meetup-Interview: Die Agile Stunde

Jeden Donnerstag findet die Agile Stunde statt – von Agilisten, für Agilisten. Und für jeden, der Rat sucht; beispielsweise, wie man mit seinem Team unter den veränderten Umständen weiterhin zufrieden und effizient arbeitet.

Initiiert wurde die Agile Stunde von unserem Andreas; selbst Entwickler und Agilist in unserem Berliner Office. Doch was genau sind die Konzepte hinter der Idee – und wie kam es überhaupt dazu, die Agile Stunde ins Leben zu rufen?

Über diese Themen (und noch ein paar mehr) haben wir mit Andreas gesprochen.

Infos und Anmeldung zur Agilen Stunde

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Authentizität in der Führung

Als ich mich das erste Mal als Führungskraft bewarb, musste ich durch ein Assessment. Ein Teil davon war auch ein Mitarbeitergespräch … so etwas hatte ich noch nie geführt. Also nahm ich mir Lektüre vor, um mich vorzubereiten. Darin stand etwas davon, immer mit etwas Positivem zu beginnen – Wertschätzung öffnet die Tür. Und so legte ich mir auch etwas vermeintlich Kluges für den Anfang zurecht, mit dem ich startete. Wie ging das wohl aus? Nun, ich habe aus nachvollziehbaren Gründen nicht bestanden …

Ganz einfach deshalb, weil ich nicht echt war. Ich habe mir Dinge aus dem Lehrbuch genommen, die auf dem Papier gut klangen. Die andere Leute empfohlen haben. Das sind aber nur Techniken, die ohne einen bestimmten Hintergrund nicht funktionieren: Sie brauchen Authentizität.

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