Vermitteln Sie Wissen und Werte mit Stories – OOP 2013

Es ist OOP-Zeit, Ausgabe 2013. Am gestrigen Montag war Workshop Tag. Besucht habe ich unter anderem den Halbtages-Workshop „Vermitteln Sie Wissen und Werte mit Stories“, geführt von Anne Hoffmann und Andrea Hermann. Kompetent (die eine schreibt in Ihrer Freizeit Romane, die andere spielt Improvisationstheater) führten Sie durch diesen Workshop mit einer inhomogenen Teilnehmergruppe, bei dem wir allerhand über Story-Telling, die 20 Masterplots (Buchempfehlung Deutsch, Englisch) und die Phasen, die eine Geschichte durchlebt, erfuhren. Die Phasen sind (mehr nach dem Break):

  1. Set the scene: Wann? Wo? Wer? Wozu? Warum?
  2. Problem einleiten
  3. Lösung präsentieren

Menschen erinnern sich eher an Geschichten als an eine „bullet point“ Liste von Fakten. Beobachten kann man dies sicherlich auch anhand vieler Empfehlungen (zum Beispiel Präsentationen: keine/wenig Bullet Points, lieber Bilder + Geschichte erzählen). Häufig folgen Case Studies ebenfalls diesem Schema (Wer ist der Kunde? Wann war das Projekt? Wozu? Was war das/die Probleme, die der Kunde hatte? Durch welche Lösung wurde dem Kunden geholfen?).

Aufgelockert wurde der Workshop durch eine Reihe praktischer Übungen in Vierer-, Fünfer- und Sechser-Gruppen, die irre viel Spaß gemacht haben. Das fortlaufende Erzählen einer Geschichte (jeder nur einen Satz), verbunden durch „Ja, genau. Und dann …“- sowie „Ja, aber …“-Fortführungen. Klar wurde, dass „Ja, aber …“ kein besonders gutes + dauerhaftes Konstrukt ist, um Geschichten fort zu erzählen. „Ja, genau. Und dann …“ hingegen baut auf dem Erzählten des anderen auf. Es signalisiert zudem, dass man sich mit dem, was der vorherige erzählt hat, beschäftigt und darauf aufbaut. „Ja, aber …“ ist dabei eher mit Widerstand behaftet und macht es sehr viel schwieriger, eine gemeinsam erzählte Geschichte aufzubauen. Ein Wermutstropfen gab uns die Referentin mit: „Ja, aber …“ ist tief in jedem von uns verwurzelt :-( Umso mehr bedarf es einer aktiven Reflektion dessen.

ProTipp: die Geschichte wird umso mehr im Gedächtnis hängen bleiben, wenn es eine/n Held/in in der Geschichte gibt, mit der sich der Leser identifizieren kann. Überlegen Sie also bei Ihrer nächsten Geschichte (einer Case Study, einer Pressemitteilung, einem Buchtext, einer Studie, …), wer Ihr/e Held/in ist.

Alles in allem ein hervorragender Workshop der Referentinnen, sehr kompetent durchgeführt und aufgrund der praktischen Übungen mit sehr viel Spaß & Freude dabei.

Frage an die Leser: in welchen Situationen begegnen Ihnen in Meetings „Ja, aber …“-Konstrukte – und wie begegnen Sie diesen?

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