The UX Collective State of UX in 2021 – das steckt drin

Letzten Freitag war MayDay bei Mayflower. Statt mich mit Code (NixOS, Ionic, diverse Emulatoren oder Swift wären nur einige der möglichen Optionen) oder Mayflower-internen Themen wie Staffing oder OKR zu beschäftigen, habe ich mich durch den aktuellen Jahresreport des UX Collective gearbeitet.

Kollaboration und die Verantwortung, die Tech-Companies, Entwickler bzw. Designer beim Schaffen digitaler Produkte wahrnehmen müssen, waren in unterschiedlichen Ausprägungen in den vergangenen Jahren wiederholt Teil dieses Reports.

Oftmals wurde auch auf Technologie- bzw. Tool-Trends eingegangen – doch dieser Aspekt fehlt dieses Jahr nahezu gänzlich (lediglich Figma findet eine kurze Erwähnung). Stattdessen haben sich die Autoren auf Lessons Learned für die Tech-Industrie im gesellschaftlichen Kontext konzentriert.

The State of UX 2021

Für mich haben sich folgende thematischen Schwerpunkte herauskristallisiert:

  • Diversity – im weitest möglichen Sinne
    • Alle Menschen sind Nutzer! Nicht nur die, an die wir automatisch denken.
    • Produkte profitieren von diversen Teams. Kulturell, demographisch, skilled und persönlich divers.
  • Dinge wirklich zu tun ist schwerer – und wichtiger, als nur darüber zu sprechen …
  • Streben nach Klarheit und Wahrheit. Hier hat mich besonders Lesson 34 aufhorchen lassen: „The truth is paywalled but the lies are free.
  • Relevante Produkte erschaffen
    • die wirklichen Bedürfnisse der Nutzer zu erfüllen führt zu besseren Produkten, was zu besserer Wirtschaftlichkeit führt
    • ein Produkt ist mehr als die Teile, aus denen es zusammen gesetzt wurde
    • nachhaltiger Umgang mit menschlichen und technischen Ressourcen in der Entwicklung, im Betrieb und in der Benutzung
    • das Produkt ist wichtiger als der Prozess
  • Remote-Arbeit in einer Pandemie
    • Was genau macht eine Company in Zeiten einer Pandemie aus?
    • Auch oder besonders im Homeoffice brauchen Menschen Zeit, um ihren eigentlichen Job zu erledigen.
    • Meetings und Prozesse können stark kontraproduktiv sein; stärker als in der „alten Office-Welt“.
    • Kommunikation: Mehr ist nicht besser.

Das Ziel 2021: Mehr Fokus und Verantwortung

Eigentlich sind alle der vorgestellten Themen nicht neu – vieles habe ich bereits in Technically Wrong gelesen.

Für mich ist die thematische Zusammenstellung der 100 Lessons eher ein Appell, sich 2021 darauf zu fokussieren, wirklich relevante und für jedermann benutzbare Produkte zu erschaffen. Und die Verantwortung wahrzunehmen, die die Tech-Branche gegenüber den Nutzern ihrer Produkte hat.

Companies und wir als deren angestellte Entwickler bzw. Designer werden aufgefordert, uns wirklich anzustrengen, um die ausschließenden und negativen Aspekte zu eliminieren, die aus dem Wunsch nach schnellem Geld und / oder zu wenig Nachdenken den Weg in unsere Produkte finden.

Ich finde, als mentales Framing für 2021 ist der Report ein ziemlich guter Startpunkt. Und unterhaltsam ist er an einigen Stellen natürlich auch:

  • You’re muted. One of the most popular phrases in 2020.
  • UK Prime Minister Boris Johnson hoping the bookcase will make him sound better.

… und ein Hinweis zum Schluss

Ein gewisser Beigeschmack entsteht für mich, da (gefühlt, nicht nachgezählt!) die Hälfte der Lessons-Artikeln entnommen sind, die ebenfalls beim UX Collective veröffentlicht wurden.

Aber man kann ja auch schlecht Erfahrungen teilen, die man nicht selbst gemacht hat …

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in UX von Katrin Schneider. Permanenter Link des Eintrags.

Über Katrin Schneider

Katrin Schneider ist Software-Entwicklerin, UXlerin und PO mit einem Faible für Frontend-Technologien. Damit prägen ihre tägliche Arbeit neben dem Entwickeln und Arbeiten in agilen Teams das Mitdenken und Beraten in der Produktgestaltung und -entwicklung. Ihr Antrieb ist die Freude am Verstehen von Nutzerbedürfnissen und fachlichen Anforderungen sowie die Möglichkeit, daraus gute Produkte zu entwickeln.

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