Mobile Apps Cross-Platform – Webmontag

Am Montag, 10.08.2009, webmontagte es mal wieder in Frankfurt. Wie immer war die Veranstaltung perfekt organisiert (danke Darren, danke Thorsten!) und die Brotfabrik als Location vermittelt ein tolles Ambiente – aus diesem Grund sponsert Mayflower gerne den Webmontag Frankfurt.

 

Freunde der Mayflower Familie waren dabei auf der Durchreise und hielten einen Vortrag zum Thema Mobile Apps Cross Platform – wie sollte es anders sein, uxebus Wolfram Kriesing war der Vortragende. Das Thema ist unheimlich spannend… die Applikationsentwicklung für iPhone, Blackberry & Co. ist teilweise PITA, da verschiedene Programmiersprachen (Objective-C, Java, Symbian C, …) beherrscht werden müssen. Was liegt also näher, als auf das Bewährte XHTML, CSS, JavaScript in einem Package zurückzugreifen? Möglich machen es (Open Source) Entwicklungen wie PhoneGap, die dabei einen Container auf den unterschiedlichen mobilen Plattformen schaffen, in dem XHTML/JS/CSS ablaufen kann. Es bleibt abzuwarten, wie sich der Mobile Widget Bereich entwickeln wird. Die Slides von Wolfram:

Es webmontagt sehr …

Gestern war Webmontag in Frankfurt, der wie üblich in der Brotfabrik stattfand. Ich war schon über ein Jahr nicht mehr dort, vornehmlich aus Zeitmangel. Ein anderer Grund war gewesen, dass immer recht wenig & immer die gleichen Gesichter dort anwesend waren. Umso mehr war ich überrascht, dass sich auf der Webmontag-Wiki Seite ca. 70 Personen angemeldet hatten, von denen gestern dann auch gefühlte 60 anwesend waren (Webmontag Köln, zieht Euch warm an! :-) ).

 

Die positive Überraschung hielt auch an, denn das Programm war ordentlich und straff durchorganisiert. Zwischen den einzelnen Vorträgen gab es erheiternde Videos (so zum Beispiel von einem Star Wars Geek DJ, Pac Man Musik und man konnte auch den Erfinder von Tetris kennen lernen), die von den Umbauarbeiten ablenkten und die Vortragenden wurden durch eine Eieruhr, die die Redezeit einigermaßen erfolgreich auf 10 Minuten begrenzte, ebenfalls daran erinnert, ihren Vortrag zügig durchzuziehen. Das anfängliche Kennenlernen hatte ich verpaßt, doch nach den Vorträgen gab es reichlich Gelegenheit, sich im kp21 bei Essen & Getränken ausführlich zu unterhalten. So lernte ich endlich mal Arne Klempert, seines Zeichens Ex-Wikimedia e.V.-ianer, nach all den virtuellen Jahren persönlich kennen. Auch alte Bekannte, wie zum Beispiel Andreas Demmer, Darren Cooper oder der CSS Gott aller Götter, Jens Grochtdreis, waren zugegen. Ein paar Eindrücke zu den Vorträgen habe ich auch über meinen Twitter-Account gegeben.

 

Wer im Rhein-Main-Gebiet wohnt oder zufällig an einem der Termine anwesend ist, sollte den Webmontag Frankfurt nicht verpassen – gutes Programm, gute Inhalte (bitte eventuell den Speakern noch sagen, dass Anzug und Krawatte so web1.0 auf einem Webmontag ist). Ein Dankeschön geht auch an das Orgateam, das mit viel Liebe zum Detail den Webmontag in Frankfurt organisiert!

Avantgarde und Innovationen

Sorry, rant time. In Patricks Blog-Eintrag und meiner Meinung dazu, in dem es auch um die „Avantgarde“ („digitale Bohème“, anyone?) ging, erstaunte mich dann doch folgender Einwurf von Patrick:

Ohne Avantgarde keinen Erfolg, da sie meist die Impulse für die Zukunft vorgeben. Ich glaube weiterer Tonus in der Diskussion war ja auch, dass man die Avantgarde zu wenig zu schätzen weiß, weil sie ja der eigentliche Motor von Innovationen sein können.

Patrick, du willst aber doch jetzt nicht wirklich darauf hinaus, dass die Copycats, die auf den Barcamps herumlungern, so etwas wie „Innovation“ sind? Vielleicht an manchen Orten im technischen Bereich (so hatte ich Gelegenheit, auf der webinale Party mit Max Horvath von studiVZ zu klönschnacken, die mittlerweile auch 2,6 Mrd. PIs/Monat bei neuer, interessanter Architektur haben), aber von Innovation ist man inhaltlich meiner Ansicht nach bei vielen Webzwonull-wir-lesen-irgendwelche-US-blogs-und-ziehen-mal-schnell-ne-site-hoch wirklich sehr, sehr weit entfernt. Oder? Wo bleiben die wirklich neuen, innovativen Konzepte und Applikationen aus deutschen Landen?

 

[Disclaimer: studiVZ ist einer unserer Kunden.]

Barcamp vs. Webmontag

Der werbeblogger Patrick war auf dem Barcamp in Hamburg gewesen. Sein persönliches Fazit: zuviel Monetarisierung und viel Businesskaspereien.

Viel mitreden kann ich da nicht. Ich war nur mal auf dem Barcamp in Nürnberg gewesen, der war mir als Techie aber zu sehr wichtigtuebloggish und social und so. Patrick beschreibt treffend:

[…] Sobald Chaos durch Sponsoren, Organisatoren und Verkaufspräsentationen geordnet wird, geht auch entsprechend der ursprüngliche Reiz der Veranstaltung verloren. […]

Ja, so ist das nun mal. Sobald man ein Rahmenprogramm bieten will (Essen inklusive, dann so Dinge wie Bezahlung Flug/Übernachtung der Referenten etc.), entstehen durchaus Kosten in nicht unerheblicher Höhe. Deswegen mögen Konferenzen – ja, der Veranstalter einer Konferenz möchte natürlich auch noch Gewinn machen, damit sich die Zeit auch lohnt – einem teuer erscheinen. Gut, ein Barcamp soll keine Konferenz sein, eher eine Unconference, aber jede Prostituierung hat scheinbar ihren Preis. Und so bleibt einem nichts anderes übrig, als Sponsoren zu finden. Was ich im Übrigen nicht schlecht finde – aber es passt dann scheinbar nicht zum eigenen Selbstverständnis, und daher ist eine Reflexion und Selbstjustierung durchaus mal ein probates Mittel, um darüber nachzudenken: passt die Entwicklung noch zur ursprünglichen Idee eines Barcamps?

 

Was bleibt? Die Karawane zieht weiter. Ich persönlich habe gute Erfahrungen mit dem Webmontag gemacht, Frankfurt/Main und Köln (Köln mit über 100 Personen gequetscht in der Kneipe, der Kracher). Der ist vielleicht ein bißchen techie-lastiger, aber da passt die spontane Organisation IMHO besser rein. Vor allem ist der Webmontag keine Conference und will auch keine Conference sein. Die Location ist meist immer irgendeine Kneipe und weniger die Office-Räume einer sponsernden Firma, die Vorträge sind schön kurz und knackig (10-15 mins each), und das Shmoozing steht im Vordergrund. Die Themen total bunt gemischt, und nicht immer poppig Webzwonullig.

 

Und vor allem laufen da keine Leute rum, die zwar das Medium (Blog) haben, aber noch auf der Suche nach einem passenden Geschäfts-/Verkaufsmodell sind. In diesem Sinne, einfach mal einen Webmontag /join’en und selbst entscheiden, was besser passt. Netzwerken will gelernt sein.

Webmontag Köln: AJAX Security, die Slides

Webmontag war gestern in Köln. Scheee wars. Proppenvoll, mit sicherlich über 100 Leuten. Und mal wieder fest gestellt, wie klein die Welt doch ist, viele bekannte Leute getroffen und vielleicht dem Einen oder Anderen einen Denkanstoß gegeben, wie man seine Applikationen schrittweise verbessern kann. Ein Dank auch an René Bredlau, der mir den Kölner Webmontag schmackhaft gemacht hatte.

Die Slides zum Vortrag finden sich hier zum Download. Im Wesentlichen handelt es sich dabei um die Folien des Vortrags von meinem Kollegen Johann-Peter Hartmann, gehalten u.a. auf der AJAX in Action und der PHP Konferenz im letzten Jahr. In der Tonspur, die ich auf Anfrage gerne im persönlichen Gespräch nachreiche, wurden die beschriebenen Fakten noch um einige aktuelle Beispiele von mir ergänzt.