Handeln ohne Lager AKA Streckengeschäfte

Meine Freundin beschreibt ihren Beruf immer als Händlerin ohne (Zwischen-)Lager, um den Umstand zu vermeiden, Streckengeschäfte abends in netter Runde erklären zu müssen. Aber lasst mich hier im Blog vielleicht kurz auf den Begriff eingehen, mit seinen jeweiligen vor und Nachteilen für (Online-)Händler.

Um was geht’s? Streckengeschäfte sind Geschäfte, bei denen die Ware physisch nicht den Umweg über einen Zwischenhändler geht, sondern direkt vom Lieferanten an den Kunden geschickt wird.

Interessant ist das Modell für alle beteiligten Parteien – den Kunden, den Händler und den Lieferanten. Der Kunden profitiert von einer größeren Produktauswahl bei nur einem Ansprechpartner. Der Händler kann zusätzliche Lagerhaltungskosten vermeiden und dennoch mehr Waren anbieten. Und muss nicht einmal in Vorkasse gehen, da die Zahlung im Hintergrund direkt an den Lieferanten vermittelt wird. (Wobei man sicher über das Risiko sprechen darf, wie man mit dem Kontrollverlust über Versandzeitraum und Qualität umgehen möchte.)  

Für den Lieferanten schließlich sind Streckengeschäfte interessant, da er hier weitere Vertriebskanäle nutzen kann, ohne selbst in die Offensive gehen zu müssen. Dabei kann er – je nach Modell – seine Partner so auswählen, dass sein Image auf Händlerseite optimal gewahrt ist.

Streckengeschäfte leisten also eine individuelle Ergänzung des Produktportfolios, bzw. der Vertriebswege. Ebenso eine größere Streuung von Partnern, Zielplattformen und Kunden, was kosteneffizient zu einer höheren Reichweite führt und es Shopbetreibern erlaubt, sich im Markt neben den großen Online-Versandportalen zu behaupten.

Weiteres hoffe ich anhand eines konkreten Beispiels im Webinar am 8.9.2015 bei dem um 15-Uhr zu erfahren. Hier sollen Einbindung und Details zur Produktverwaltung erklärt werden. Die Möglichkeit zusätzliche Absatzkanäle zu erschließen wirkt auch vielversprechend.

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