OKR läuft bei euch nicht rund? Diese 7 Bremsklötze können dafür verantwortlich sein!

7 Bremsklötze, die dafür sorgen, dass OKR nicht rund läuft

Avatar von Ben Kölbl

Wenn ihr diesen Artikel lest, habt ihr bereits Erfahrung mit OKR oder plant, OKR in eurer Organisation einzuführen. Die Thematik der Überschrift könnte euch also aufgrund eurer Erfahrung ansprechen. Falls nicht, dann nehmt die Erkenntnis gerne als freundlichen Ratschlag für die Zukunft mit. Denn OKR benötigt einige Zyklen, um „rund“ zu laufen.

Womit das in aller Regel zusammenhängt, werde ich in diesem Artikel erläutern.

Das Potenzial von OKR

Als Werkzeug für die strategische Ausrichtung und Steuerung von Organisation hat OKR ein enormes Potenzial. Hier ein paar Beispiele:

  • Gemeinsame Ausarbeitung und Beteiligung aller an der Strategiearbeit eurer Organisation
  • Heben des kreativen Potenzials aller Mitarbeiter/innen, wodurch die Zukunftsfähigkeit gestärkt wird
  • Fokussierung auf die wichtigen und relevanten strategischen Themen und deren Erreichung
  • Möglichkeit, den Kurs kurzfristig anzupassen, wenn es notwendig wird
  • Organisationsweites Lernen durch regelmäßige Feedback-Schleifen

Das sind natürlich alles Punkte, die ihr bestimmt gerne auf eurer Organisations-Entwicklungs-Liste abhaken möchtet, stimmt’s? Aber wo genau liegen jetzt die Bremsklötze, die verhindern, dass sich dieses Potenzial entfalten kann?

7 Bremsklötze, die dafür sorgen, dass OKR nicht rund läuft

Diese angesprochenen Bremsklötze sind keinesfalls individuell. Ganz im Gegenteil. Sie kommen wiederholt in ganz unterschiedlichen Organisationen vor – unabhängig von der Branche. Kommen euch diese Bremsklötze bekannt vor?

  • Das OKR-Set wird alleine vom Management vorgegeben. Eine Beteiligung bzw. Input der Mitarbeiter/innen ist nicht gewünscht.
  • Das OKR-Set ist kein Konsens der Interessen der gesamten Organisation. Sondern hat eher einen KPI-Charakter oder ist eine Abarbeitungsliste operativer Projektziele.
  • Bei der Ausarbeitung des OKR-Sets wird weder auf den Identifizierungs-Aspekt noch auf eine motivierende Formulierung geachtet.
  • Im Eifer des Gefechts werden viel zu viel Objectives und Key Results ausgearbeitet und gesetzt.
  • Die Aufwände für Unterstützung und Wissenstransfer werden unterschätzt. Besonders zu Beginn der Arbeit mit OKR. Das erschwert eine gute Beteiligung aller an den OKRs. Und führt zu Frust und Ablehnung.
  • Es werden keine Freiräume für die Beteiligung an der Strategiearbeit geschaffen. Trotzdem besteht die Erwartungshaltung oder Vorgabe einer produktiven Mitarbeit.
  • Die regelmäßigen Lernschleifen nach jedem OKR-Zyklus bleiben auf der Strecke. Oder ihnen wird nicht genügend Aufmerksamkeit gegeben. Was haben wir aus dem letzten OKR-Zyklus gelernt? Was werden wir das nächste Mal besser machen?

Diese 7 Punkte sind mit die häufigsten Bremsklötze, die ich beobachten konnte. Aber was könnt ihr tun, um diese Bremsklötze zu entfernen und dafür zu sorgen, dass eure OKRs rund laufen?


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Praxistipps, von denen ihr einige direkt anwenden könnt

Ich möchte euch Tipps mit an die Hand geben. Sortiert nach dem Aufwand, den es für eine Umsetzung braucht. Diese Tipps adressieren oft mehrere Punkte; in Summe helfen sie euch aber bestimmt weiter.

Disclaimer: Der Aufwand ist meine persönliche Meinung und kann in eurem individuellen Umfeld natürlich abweichen!

  • Setzt bei der Ausarbeitung der OKRs (OKR Drafting) einen starken Moderator ein. Dieser darf thematisch nicht befangen sein und muss mit Nachdruck unter anderem auf diese Punkte achten: Timebox, Formulierung (Motivation, Identifizierung, Erreichbarkeit), Mengengerüst und Umfang des OKR-Sets, Einbindung aller Teilnehmer.
  • Sorgt dafür, dass ein guter Querschnitt der Organisation bei der Ausarbeitung der OKRs beteiligt ist. Das kann z. B. durch Interessensvertreter der einzelnen Bereiche, Abteilungen oder Teams realisiert werden.
  • Nutzt im Vorfeld des OKR Draftings die Kreativität und Produkt- bzw. Kundennähe eurer Mitarbeiter/innen. Holt Input und Ideen ein. Zum Beispiel in Form einer Umfrage. Kommen Themenbereiche gehäuft vor? Dann nehmt sie ernst und berücksichtigt sie bei der Ausarbeitung eurer OKRs.
  • Bereitet die notwendigen Termine gut vor. Die Timebox für ein gutes Outcome ist begrenzt. Daher ist eine gute Vorbereitung, Struktur und Durchführung entscheidend. Denk auch daran, Termine im Vorfeld zu planen, festzulegen und den beteiligten Parteien ausreichend Zeit für die Vorbereitung zu geben.
  • Schätzt die benötigten Ressourcen für die Arbeit bzw. Einführung von OKR realistisch ein. Habe ich genügend Unterstützung in Form von OKR Buddies? Braucht es ggf. noch externe Unterstützung?

… ein abschließender Tipp

Habe ich bei euch einen Nerv getroffen? Ich hoffe, ich konnte auch ein paar praxisnahe Tipps geben. Teilt gerne eure Erfahrung zu diesem Thema hier in den Kommentaren.

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Kommentare

Eine Antwort zu „7 Bremsklötze, die dafür sorgen, dass OKR nicht rund läuft“

  1. […] meinem Artikel über 7 Bremsklötze, die dafür sorgen, dass OKR nicht rund läuft habe ich einen Überblick gegeben, welche Ursachen dazu führen können, dass OKR in Organisationen […]

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