Workshop: Business Driver

Workshops: Business Driver Workshop

Avatar von Mario Gregor

Jeder, der schon einmal ein Softwareprojekt von Beginn an begleiten durfte, kennt dieses Gefühl von Planlosigkeit und ja, vielleicht sogar ein klein wenig Überforderung. Man weiß nicht so recht wo man beginnen soll und stellt sich Fragen wie „Was soll eigentlich gemacht werden?“ oder „Was sind die Anforderungen und Treiber der Stakeholder?“, um nur zwei der vielen Fragen zu nennen. Doch wie bekommt man diese und all die anderen Fragen in den Griff?

Um diese Fragen zu klären, ist der Business Driver Workshop ein effektives Workshop-Format. Doch was genau ist ein Business Driver Workshop und wie führt man ihn durch? In diesem Artikel erläutern wir folgende Fragestellungen:

  • Was ist ein Business Driver Workshop?
  • Wen brauche ich dafür?
  • Wie führe ich ihn aus?
  • Was mache ich nun mit diesem Ergebnis?

Was ist ein Business Driver Workshop?

Wenn man das ganze wörtlich ins deutsche übersetzt, erhält man Business = Geschäfts und Driver = Treiber, damit kann man sich schon denken um was es in etwa geht.

Und tatsächlich geht es darum, die wichtigsten Treiber für das Business – was ein Unternehmen, ein Produkt, eine Software oder etwas ähnliches sein kann – zu finden. Dabei können verschiedene Faktoren und Anforderungen aufkommen, wie z. B. Marktfaktoren, Technologische Faktoren, Betriebsfaktoren, Kundenfaktoren oder sogar Regulatorische Faktoren.

Darüber hinaus soll der Workshop dabei helfen, ein gemeinsames Verständnis über die Key-Treiber des gewählten Business zu erhalten. Die hier herausgefunden Ergebnisse fließen danach in weitere Entscheidungen für das gewählte Business, in unserem Fall ein Softwareprodukt.

Im Nachgang ist es daher auch sehr wichtig, die Ergebnisse dieses Workshops im Blick zu behalten und regelmäßig auf Aktualität zu prüfen und gegebenenfalls anzupassen. Außerdem ist es wichtig, die gefunden Business Driver an alle Mitarbeiter und Mitwirkenden im Projekt zu kommunizieren, damit auch diese ihre Entscheidungen mit den Business Drivern abgleichen können. 

Wen brauche ich für den Business Driver Workshop?

Für einen erfolgreichen Business Driver Workshop benötigt man die Entscheider des Unternehmens sowie wichtige Mitarbeiter wie Software-Architekten, Entwickler mit tiefem Wissen aus dem Projekt, Stakeholder und Produktverantwortliche wie Produktmanagement und/oder Product Owner.

Wichtig ist, das Entscheider – die sehr häufig aus dem oberen oder mittleren Management kommen – sich auf das Format einlassen und Ihre Anforderungen an das Produkt in diesem Workshop auch wirklich einbringen. 

Ablauf des Business Driver Workshops

Bei der Durchführung des Workshops sollte ausreichend Zeit eingeplant und Termine im Kalender der Teilnehmer blockiert werden.

Nach einer kurzen Einführung werden die Business- oder Non Functional Requirements (NFRs) gesucht, gruppiert und zusammengefasst. Diese bilden die Grundlage für die Szenarien der Business Driver.

Die Wichtigkeit der Anforderungen wird durch ein Voting ermittelt, das dann Prio oder auch Wichtigkeit der späteren Szenarien ergibt.

Ist man mit dem Voting fertig, werden die Szenarien erstellt. Die können mit Hilfe von Gherkin (Given, When, Then) und einer zusätzlichen Fitness Function (falls nötig, doch dazu in einem späteren Artikel mehr) erstellt werden.

Sobald die Szenarien erstellt sind, werden diesen die Business Values zugeordnet, um die Wichtigkeit der Szenarien anzuzeigen.

Was passiert mit den Ergebnissen?

Doch was mach ich denn nun mit diesen ganzen Szenarien und dessen Business Values?

Die gewonnenen Ergebnisse fließen in weitere Entscheidungen für das Produkt ein. Sprich: Der oder die Product Owner sowie der oder die Software-Architekten und die Entwickler wissen nun, was den Stakeholdern wichtig ist und können dieses Wissen in alle weiteren zu treffenden Entscheidungen einfließen lassen. Das bedeutet zum Beispiel, dass die Architektur und auch die Infrastruktur der Software an die Bedürfnisse der Stakeholder angepasst wird.

Die Szenarien sind auch für die Entwicklung der einzelnen Features wertvoll, da die NFRs global gültige Anforderungen darstellen. Sie müssen in der Feature-Entwicklung also nicht mehr in jedes einzelne Ticket geschrieben werden.

Jedoch sollte man immer daran denken diese Szenarien in gewissen Abständen auf ihre Aktuallität zu prüfen und bei Bedarf anzupassen.


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