Mentale Modelle für bessere Zusammenarbeit

Wir bei Mayflower schreiben uns auf die Fahne, dass wir mit ehrlicher Kooperation, Agilität und Kompetenz gute Software bauen. Was bedeutet das genau?

Ehrliche Kooperation im agilen Kontext bedeutet, es existieren gemeinsame mentale Modelle, man hat ein gemeinsames Verständnis. Wir nehmen das agile Manifest ernst, sprechen direkt zueinander, unterhalten uns, teilen Erfahrungen … und bauen somit ein gemeinsames Verständnis auf.

Turbo-Boost für die Zusammenarbeit

Es gibt vier mentale Modelle, die wir als Basis für eine erfolgreiche Kooperation ansehen: Das Team Model, das Team Interaction Model, das Team Equipment Model und das Task Model. Diese Modelle möchte ich in diesem Beitrag vorstellen.

Team Model

Damit jeder im Team im Interesse des Kollegen handeln kann, wollen wir die Stärken & Schwächen sowie das (Spezial-) Wissen und die 
Fähigkeiten der Kollegen allen bekannt machen. Um genau das herauszufinden, nutzen wir bei Mayflower regelmäßig die Moving Motivators aus Jürgen Appelos Management-3.0-Tools, geben uns Peer-Feedback oder füllen eine Skills-Matrix aus. Pair Programming hilft ebenfalls, ein gemeinsames Team Model aufzubauen.

Team Interaction Model

Ein geteiltes Team Interaction Model sorgt dafür, dass die Verantwortlichkeiten, Normen und Umgangsformen im Team bekannt sind. Allen Teammitgliedern ist dadurch klar, wer informiert werden muss, wenn eine Entscheidung getroffen wurde. Dadurch ist ebenfalls geklärt, wer das nächste Code-Review macht und wie man in Konfliktsituationen handelt. Retrospektiven eigenen sich hervorragend, wenn es darum geht, herauszufinden, wie man im Team zusammenarbeiten möchte.

Wir haben mit dem Retro-Format „Futurspektive“ sehr gute Erfahrungen gemacht. Eine Accountability-Matrix kann zusätzlich für Klarheit sorgen und eine „Job Rotation“ im Team (jeder macht auch Dinge, die Abseits seiner Expertise liegen) hilft, dass alle Teammitglieder Verständnis für den Kollegen aufbauen.

Team Equipment Model

Teilt ein Team ein gemeinsames Equipment Model, existiert ein gemeinsames Verständnis über die genutzten Technologien, die eingesetzten Tools und die Arbeitsumgebung. Fragen wie „Wie schreiben wir unseren Code? Wie stellen wir Quality sicher? Wie messen wir die Nutzung unserer Applikation?“ können von jedem Teammitglied beantwortet werden.

Dafür macht das Team Coding Dojos, arbeitet im Pair Programming, nutzt Continuous Inspection sowie Continuous Delivery und modelliert gemeinsam den Kern der Software. Eine Dokumention, z. B. in Form eines Wikis, kann ebenfalls hilfreich sein, das gemeinsame Team Equipment Model aufzubauen.

Task Model

Es existiert ein gemeinsames Verständnis über das Ziel, jedem im Team ist klar, welche Ziele verfolgt werden. Dadurch kann der Fokus auf das Wesentliche hochgehalten werden. Wir füllen deshalb zu Beginn eines Projektes gerne das Team Canvas aus – damit lässt sich einfach ein Ziel erarbeiten, auf das sich alle commiten können. Mit Personas und einem User Story Mapping lässt sich der Scope gut erfassen und ein Business Model Canvas (oder die Lean-Canvas-Variante) sorgen für zusätzlichen Kontext.

Wozu mentale Modelle?

Alle vier (mentalen) Modelle helfen, die Zusammenarbeit zu verbessern. Je besser ich die Bedürfnisse aller Beteiligten kenne und je besser meine Bedürfnisse bekannt sind, umso erfolgreicher arbeitet man zusammen! Dadurch ergeben sich viele Vorteile:

  • Mehr Autonomie: Das erlaubt den Teams das eigenständige Ausführen der Arbeit und somit mehr Commitment auf die Sache.
  • Mehr Performance: Durch kürzere Feedback-Loops entstehen kreativere Lösungen und es gibt weniger Waste, da alle Teammitglieder an den richtigen Dingen arbeiten.
  • Es entstehen bessere Produkte für den Kunden, denn man hat ein besseres Verständnis dafür, was Kunden wollen und brauchen.
  • Teams haben mehr Spaß an der Arbeit.
  • Globale Optima: Es gibt weniger lokale Optimierung; stattdessen wird ein globales Optimum mit maximaler Wirksamkeit angestrebt.

Ehrliche Kooperation

Für Mayflower bedeutet ehrliche Kooperation, an einem gemeinsamen Ziel zu arbeiten und immer im Interesse aller zu handeln. Es bedeutet für uns aber auch, dass wir immer in Bewegung sind und keine 
starren, vorgegebenen Prozesse haben, denn festgefahrene Prozesse sehen wir als eine statische Momentaufnahme an.

Im (bald erscheinenden) zweiten Teil dieser Miniserie beschäftige ich mit damit, wie man eine Verbesserung der Zusammenarbeit nicht nur auf Teamebene, sondern teamübergreifend erreichen kann.

Ihr wollt mit uns kooperieren? Wir freuen uns über eine Nachricht von euch!

Auch interessant:


Für neue Blogupdates anmelden:


Ein Gedanke zu “Mentale Modelle für bessere Zusammenarbeit

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.