OOP 2013: Wie man gute Teams großartig macht

Die letzten Tage war ich auf der OOP-Konferenz in München. Besonders gefallen hat mir der Vortrag „How to make good Teams great“ von Sven Peters (Atlassian). Er hat den Vortrag sehr gut gehalten und stellte dabei sieben konkrete Wege vor, die er nach „Feasibility Points“ (Wie leicht lässt es sich realisieren?) und „Awesomeness Points“ (Wie großartig ist es?) bewertet:

  1. Dafür sorgen, dass Entwickler in die sogenannte Flow Time kommen können und auch darin bleiben
  2. Einführen von Coding Sessions und Brown Bag Sessions (dabei zum Beispiel gemeinsam Video-Tech-Talks anschauen)
  3. Auch bei Kleinigkeiten „Gut gemacht“ sagen
  4. Metriken messen und öffentlich einsehbar machen. Gemessen wird im Prinzip alles was gemessen werden kann: Von der Anzahl an Vorstellungsgesprächen, über die Anzahl der fehlgeschlagenen Tests, bis zu unternehmensrelevanten Kennzahlen (Anzahl Verkäufe etc.)
  5. Die eigene Software nutzen und verstehen
  6. Mal einen Tag im Sprint dem Alltag entweichen. Zum Beispiel für das Schreiben von Dokumentation, manuelles Testen, um Aufräumarbeiten vorzunehmen oder auch mal Items zu bearbeiten, die tief im Backlog sind.
  7. Hackathons und 20% Time. Die 20 Prozent stehen den Mitarbeitern dabei nicht wöchentlich zur Verfügung, sondern alle sechs Wochen darf eine ganze Woche an eigenen Ideen gearbeitet werden (also nicht ganz 20 %).

Natürlich funktionieren diese Punkte nicht in allen Teams und allen Unternehmen gleich gut. Die Folien zu diesem Vortrag sind auf Slideshare zu finden, passende Videos auf YouTube.

Neben diesem Vortrag finde ich noch einige Fakten aus der Session „Software Development at Google: As If We Were A Single Agile Team“ sehr interessant:

  • Es gibt nur ein Repository
  • Der gesamte Code ist von jedem einsehbar
  • Jeder kann generell an jedem Produkt Änderungen vornehmen (es findet jedoch ein Code-Review statt)
  • Es gibt mehr als 20 Änderungen pro Minute im Repository
  • 50% des Source Codes ändern sich jeden Monat
  • 75 Millionen Testfälle werden jeden Tag ausgeführt

Insgesamt hat mir gefallen, dass die Vortragsthemen auf der Konferenz sehr vielfältig sind. Wünschen würde ich mir jedoch mehr Vorträge für Fortgeschrittene. Ganz besonders loben möchte ich die Organisation. Das Personal, die Räumlichkeiten, das Essen und das Internet könnten kaum besser sein.

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3 Gedanken zu “OOP 2013: Wie man gute Teams großartig macht

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