Agile Missverständnisse: NoEstimates – Schätzungen schaden.

Wer schätzt, verliert. Entweder man hat genug Buffer mit drin und es ist zu aufwändig, oder er fehlt und es klappt nicht pünktlich. Externe Abhängigkeiten werden auf rauen Annahmen geplant, von denen man sich zwar wirklich wünscht, dass sie zutreffen würden, aber in Wahrheit selbst nicht daran glaubt. Und kurz vor dem Launch kommen dann die Überraschungen, mit denen man zwar gerechnet hat, jetzt aber keine Zeit mehr hat, mit ihnen umzugehen.

NoEstimates

Also lieber nicht schätzen, sondern auf Business Value und Durchfluss optimieren. Wenn ich zu jedem Zeitpunkt das Nützlichste mache und meine Strecke auf dem Weg dazu kontinuierlich verbessere – was könnte ich mehr als Beitrag leisten?

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NoEstimates – Kunden ohne Schätzungen glücklich machen

NoEstimates?

Immer häufiger liest man von einer neuen Bewegung, die allerdings nirgends so richtig erklärt wird. Das liegt augenscheinlich daran, dass es eine emergente Strömung ohne formale Organisation ist. Der wohl präsenteste Verfechter von NoEstimates ist Woody Zuill. In seinem Blog und seinen Vorträgen vertritt er radikal die Ansicht, dass keine Zeitschätzungen von Entwicklerteams gemacht werden sollten. Allerdings wirkt seine extreme Position in Verbindung mit den selbstgemalten Einhörnern auf seinen Slides und dem Leitsatz „I like to imagine wonderful“ etwas weltfremd. Aus der Sicht eines Dienstleisters wirken die Vorschläge eher praxisfern, fehlendes Kundenvertrauen einfach durch Finden besserer Kunden zu lösen. Eine weitere Prämisse ist, dass ein Team in der Lage sein sollte, so schnell Wert für den Kunden zu liefern, dass dieser nicht mehr den Drang verspürt, nach Schätzungen zu fragen. Woodys finnischer Sparringspartner Vasco Duarte vertritt in seinem Buch realitätsnähere Ansichten und gibt praktische Ansätze, wie die negativen Aspekte des Schätzens reduziert werden können.

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