Von der Vortragsreihe zum Open Space – die Mayflower Barcamps

Aufgrund unserer verteilten Standorte gibt es in Mayflower eine lange Tradition, gemeinsam wegzufahren. Wir starteten vor knapp zehn Jahren in einem Hotel am Brombachsee. Da sich die Crews der beiden Mayflower-Schiffe damals noch nicht so gut kannten, gab es eine kleine Reihe von Vorträgen, um die jeweilige Projektwelt besser zu verstehen. Schon bei diesem Treffen wurde der Grundstein zu einer intensiven Mayflower Barcampkultur gelegt.

Schon im nächsten Jahr, in 2006, änderten wir unser Konzept und starteten unsere Serie der Barcamps, die bis heute anhält. Das traditionelle Konzept sah in etwa so aus: Zum Start des Barcamps präsentierten Crew-Mitglieder ihre Idee für ein Coding-Projekt. Wir hatten nur zwei Regeln: Das Projekt sollte im Team ablaufen (also nicht alleine) und es sollte entweder für die Firma sein oder Open Source.
Die Bandbreite der Projekte war enorm – von Erweiterungen unserer Infrastruktur über Module für Open Source Projekte bis hin zu experimentellen Hacks. In den knapp zehn Jahren sind sicher an die 200 Projekte zusammen gekommen. Am Ende des Barcamps wurden die Projekte in einem Wettbewerb kurz vorgestellt und ein Siegerteam gekürt. Meist gewann das Team, das den größten Fortschritt aufweisen konnte – selten die, die sich zu anspruchsvolle Projekte vorgenommen hatten. ;-)

Zwischen den Jahren haben wir auch Firmenausflüge gemacht, entweder in die Ferne nach Budapest oder nach Barcelona, oder sind in Bayern geblieben wie ein Wochenende im Jäger vom Fall am Sylvensteinspeicher.
Mayflower Barcamp

Die Tradition der Barcamps ist jedoch geblieben, im letzten Jahr sogar gemeinsam mit einer befreundeten Firma aus der Schweiz: Liip. Weit über hundert Leute aus beiden Firmen haben sich im Allgäu getroffen und zwei Tage und eine Nacht hindurch unter dem Motto „Connect, Share, Build“ zusammen gehackt, gearbeitet und ausgetauscht. Schon dieses Barcamp wurde im Geist des Open Space durchgeführt und wir haben wesentliche Elemente eines Open Space eingeführt, wie z.B. die „Marktplatz Wand“, an der etwa 80 verschiedene Sessions angeboten wurden.

Das gemeinsame Barcamp hat in beiden Firmen soviel Begeisterung hervor gerufen, dass wir es sicher in ein oder zwei Jahren wiederholen werden.

Wir haben gemerkt, dass die Mischung der beiden Firmenkulturen zu vielen neuen Impulsen und Erkenntnissen auf beiden Seiten geführt hat. Die offene und lockere Gesprächsatmosphäre, in der auch gerne eigene Erfahrungen und „Fails“ geschildert wurden, führte zu einem ehrlichen Austausch, der auf traditionellen Konferenzen selten anzutreffen ist.

Auch dieses Jahr wird es natürlich wieder ein Barcamp geben, kombiniert mit unserem Sommerfest. Wir werden das Barcamp ebenfalls als Open Space konzipieren. Was und warum wir dies planen, berichten wir in unserem nächsten Blogbeitrag.

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