Highlight AgileUG: Erfolgreiches Change Management mit IT-Kanban

Die Digitalisierung, Marktdruck und ein Bedarf nach einer größeren Kundenfokussierung stellt Unternehmen vor Herausforderungen. Gerade lang existierende, große Unternehmen müssen sich verändern, um nicht ins Hintertreffen zu geraten, gegen die junge Konkurrenz, die schlank und schnell aufgestellt ist.

Doch wie kann dieser Wandel bewältigt werden? Ist Agilität der richtige Weg Und falls ja, wie kann der Change am Ende vollzogen werden?

Erfolgreiche Transformation

Hinzu kommt, dass laut einer McKinsey Studie 70 % der Transformationen nicht erfolgreich sind. Woran liegt das und wie kann IT-Kanban dabei helfen, erfolgreichen Change durchzuführen?

Dazu hatten wir in der Agilen Usergroup Unterfranken am 12.10.2021 das Meetup „Erfolgreiches Change Management mit IT-Kanban“, in dem Björn Schotte referierte und anschließend eine kleine Gruppenarbeit stattfand.

Das Problem mit dem Wandel

Wandel hat oft ein Problem: Er ist zu radikal angelegt, mit großen Zielen und nicht der nötigen Geduld diesen Marathon anzugehen.

Wie auch bei einem Marathon braucht es Vorbereitung, Ausdauer und Unterstützer. Es wird nicht leicht und Stolpersteine sind alltäglich. 

IT-Kanban als evolutionäre Change-Methode kann hier bei einigen gängigen Schwierigkeiten helfen. Frei nach dem Motto „Start what you do now“ wird der Stand der Dinge zunächst respektiert und es wird versucht einen sanften Change durchzuführen.

Dies macht den Change per se nicht weniger schmerzlich, kann aber die Erfolgswahrscheinlichkeiten erhöhen, da Widerstand reduziert wird und man in kleinen Schritten iterativ vorgeht.

Des Weiteren wird der Change im IT-Kanban nicht top-down verordnet, sondern bezieht alle Beteiligten mit ein. “Leadership on all Levels“ ist hier das Stichwort. Es soll keine Change-Opfer geben, sondern Akteure des Changes, deren Meinung Platz hat.

IT-Kanban

Neben einigen Grundzügen der Prinzipien und Praktiken des IT-Kanban, hat Björn auch wichtige Elemente in einer Transformation angesprochen. Dabei spielt beispielsweise „Aktives Zuhören“ eine große Rolle: Was haben die Beteiligten für Wünsche, Sorgen oder aber auch Ideen? Das bedeutet, sich auch als Management zurückzunehmen und ernsthaft zuzuhören.

Ein weiterer nicht zu unterschätzender Faktor sind „Kognitive Verzerrungen“, denen wir Menschen unterliegen. Zum Beispiel sind Menschen risikoavers, mögliche Verluste werden höher bewertet als auf der Gegenseite die Gewinne einer Transformation. Ein exzellentes Buch zu diesem Thema und wie man diesen Verzerrungen zuvorkommt, stammt von Daniel Kahneman: „Schnelles Denken, langsames Denken“.

Dich interessiert im Detail, was wir an diesem Abend alles erarbeitet haben und du willst dir Björn seine Slides genauer anschauen? Dann schau Dir unser Agiles Jahrbuch 2021 der Agilen Usergroup an, in dem Du die Slides und die Ergebnisse des interaktiven Austauschs findest, oder mache direkt einen Termin mit Björn aus, der dir gerne mehr dazu erzählt in einem Wrap-Up.

Ganz nebenbei beinhaltet das Jahrbuch die Essenz aus über 20 Meetups im Jahr 2021 sowie weitere 10 Blog-Beiträge, die wir für Dich reingepackt haben. 

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