Bei paulinepaulines Nachklapp zur re:publica lese ich folgendes:
Die Xing-Community, bzw. Die Entwickler haben sich von Xing eine Api gewünscht. Xing hat darüber nachgedacht und ist auf diverse Probleme gestoßen.
Interessante Daten, die man sinnvoll weiterverarbeiten könnte, sind die Kontaktdaten. Nur, Kontaktdaten sind sensible Daten. Der User muss zustimmen, ob seine Daten weiterverarbeitet werden dürfen. Der Einwand, dass die Daten doch auch auf Xing sichtbar sind, hilft nicht viel, da es datenschutzrechtlich einen Unterschied macht, ob man die Daten einsehen oder sie maschinell weiterverarbeiten kann. Geht also nicht so einfach.
Was könnte Xing tun?
- Die AGBs ändern. Wäre ein riesen Gau, wenn da plötzlich drin stehen würde, dass die Daten an Dritte weitergegeben würden, und man nicht mal sicher sagen kann, an wen genau und was damit passiert. Geht also nicht.
- Dem User eine Einverständniserklärung nachträglich abverlangen. Bringt nicht viel, weil das sicherlich nicht viele tun werden, und was will man schon mit nur einem Bruchteil der Daten.
Nächstes Problem:
Was kann man eigentlich mit den Kontaktdaten sinnvolles anfangen? Eine Visualisierung der Standorte auf Google-Maps. Bei Google-Maps lächeln schon alle müde, aber eine andere Verwendung ist auch sonst keinem eingefallen.
So, das war’s. Der Workshop endete ziemlich ratlos. Schade eigentlich, aber der Datenschutz in Deutschland scheint da einen dicken Strich durch die Rechnung zu machen. Jetzt muss Xing nur noch mit dem Zugzwang zurechtkommen, eine Pressemeldung über eine API veröffentlich zu haben, und nun keine Möglichkeit für deren Umsetzung zu sehen.
Tja - zu früh gefreut? :-)